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Die Verwendung der Swastika in moderner Zeit
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| Der Elefant als Zeichen der Weisheit und der Vorausschau (Illustration einer Kipling-Erzählung, 1894) |
Rudyard Kiplings klassisches Wappen, hier abgedruckt in einem Buch von 1891 |
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| Ganescha, eines der bekanntesten Kipling-Buchsiegel, zeigt den elefantenköpfigen Gott, welcher der Sohn von Schiwa und Parwati war |
Titelblatt der Kipling-Ausgabe »Life's Handicap«, erschienen 1891 |
Anfang der 1990er Jahre tauchte in China die Falun-Gong-Bewegung (auch bekannt als Falun Dafa) auf, deren Grundsätze Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht (Zhen, Shan, Ren) sind. Ihr Lehrer Li Hongzhi beschreibt darin fünf leichte Körperübungen, die besonders kraftvoll schnell zur Erleuchtung des normal arbeitenden Menschen führen können. Das Symbol der Gemeinschaft ist das »Falun«, das sogenannte »Gebotsrad« (Fa = Gesetz, Lun = Rad), bestehend aus fünf sich drehenden Swastiken aus dem Buddhismus und vier sich gleichfalls drehenden Yin-und-Yang-Symbolen aus dem Daoismus.

Coca-Cola-Werbeschild von 1925:
»Trink Coca-Cola, die Flasche 5 Cent«
»Glücksmünzen« aus goldbeschichteter Bronze, USA 1933

Massiv silberne Swastika-Hülle eines Waterman-Füllfederhalters (Typ 12PSF) aus den 1920er Jahren, USA. Ähnliche Schreibgeräte gab es mit christlichen Kreuzen und mit jüdischen Davidsternen zu kaufen [Link]. Der Verkäufer schreibt auf der Penopoly-Seite: »While most people automatically associate the swastika symbol with Nazi Germany, the symbol has existed for nearly 3,000 years as a symbol of prosperity and good luck.« (»Während die meisten Menschen das Swastika-Symbol automatisch mit Nazi-Deutschland verbinden, existiert es doch schon seit 3 000 Jahren als Symbol für Wohlstand und Glück.«)
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| Englische Postkarte: »Die Swastika ist ein Glücksbringer, wie das vierblättrige Kleeblatt.« |
US-Postkarte: »Swastika: Viel Glück, Licht, Leben, Liebe«
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| US-Postkarte: »Mag Dich unsere prächtige Flagge und dieser "Glücksstern" führen und beschützen, wo immer Du bist.« |
US-Postkarte: »Hebe sie [die Swastika] auf, sie wird Dir Glück bringen.« |
Englische Postkarte: »Ich wünsche Dir viel Glück und Gesundheit. Mag Dir die Glücksfee den Weg zur Glückseligkeit weisen.« |
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| Straßenlaternen in Glendale (Kalifornien, USA), aufgestellt um 1900. Seit Jahren streitet ein jüdischer Verein (JDL) mit dem Stadtrat, die Swastiken als »Nazi-Symbole« an allen 1000 Laternen entfernen zu lassen. |
Laguna-Brücke in Yuma (Arizona, USA), gebaut 1905 von der amerikanischen Behörde zur Neulandgewinnung (U.S. Reclamation Department) |
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| Dieses Dschain-Symbol wurde zum 2500. Jahrestag des Nirwanas von Gott Mahavira geschaffen |
Buddhistischer Tempel in Seoul, Südkorea
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Indische Darstellung des Gottes Krischna vor einer Swastika
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Der Legende nach waren Buddhas Fußabdrücke Swastiken
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In Asien trifft man überall Schulen und Hospitäler mit Swastikas
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In Japan und Südkorea dient die Swastika auf Landkarten als ganz normales Piktogramm für »Buddhistischer Tempel«, so wie bei uns etwa ein christliches Kreuz im Stadtplan eine Kirche anzeigt. In der Landkartenabteilung von Yahoo Japan findet man folgendes:

Ausschnitt aus dem Stadtplan von Kyoto. Rot umkreist die buddhistischen Tempel
mit der Swastika. Links daneben bzw. unterhalb steht der Tempelname zu lesen.
In Agitation und Propaganda verschiedenster politischer Kreise spielt die Swastika bis in die Gegenwart die Rolle als dämonierendes Schandmal, oft in Verbindung mit dem Symbol oder Wappen des Gegners, um eine Verbindung zwischen Naziverbrechen und den vermeintlichen Verbrechen heutiger Politiker herzustellen. Bei Demonstrationen gegen die USA und Israel ist die Swastika zum Beispiel oft als Ersatz der Sterne in den Stars and Stripes oder des Davidsterns in der israelischen Nationalflagge zu sehen.
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Diese animierte Graphik stammt von einer Kosovo-Website aus dem Jahr 1999. Sie prangert die NATO-Bombenangriffe auf Jugoslawien an.
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Dieses Bild von einer antizionistischen Website vergleicht den Staat Israel und seine Politik mit der Politik und dem Regime der Nazis.
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Die Zeichenbelegung der noch unzensierten Microsoft-Schrift
»Bookshelf Symbol 7« auf Windows-Betriebssystemen.
Selbst bei UFO-Kontakten taucht die Swastika auf. Der Amerikaner George Adamski traf am 20. November 1952 auf eine Verabredung hin in der Wüste auf halbem Wege zwischen Blythe/Kalifornien und Parker/Arizona rund 10 Meilen vom Ort Desert Center entfernt einen blonden und nordisch aussehenden Besuchern von der Venus, der vor ihm mit seiner »Untertasse« landete. Beide verständigten sich telepathisch, was Adamski anfangs schwerfiel (dies war sein erster Kontakt). Am Ende ihrer Begegnung bedeutete ihm der Besucher auf seine Abdrücke im feinen Sand zu achten. Von diesen wurden Gipsabgüsse angefertigt, deren Sinn bis heute nicht entschlüsselt werden konnte.
Die vielen interessanten Kontakte Adamskis mit seinen Venusianern kann man in »Fliegende Untertassen sind gelandet« (Ventla-Verlag, Wiesbaden, 1962), woraus auch die untenstehenden Bilder entnommen sind, und in »Im Inneren der Raumschiffe« (1958) nachlesen. Nicht zu vergessen die hochinteressanten Berichte von Howard Menger mit seinen Venusianern, Marsianern, Saturnern und Jupiteranern in »Aus dem Weltraum zu Dir« (ders. Verlag, 1965). Alle Bücher enthalten viele gute Fotos von UFO-Fähren und UFO-Mutterschiffen im Erdorbit. Fotos von derselben Art von untertassenartigen Fähren aus verschiedenen Teilen der Welt, die unabhängig voneinander zu jener Zeit aufgenommen wurden, bestätigen die Echtheit jenes frühen Kontakts.
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Eine Zeichnung des Venusianers von Adamski, etwa 1,65 m groß und 135 Pfund schwer (S. 285 im Buch)
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Die Abgüsse seiner Fußspuren, deutlich erkennbar die Swastika am hinteren Absatz (Buchseite 289)
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Schlußgedanken
Wenn man ein unerwünschtes Symbol verbietet, verändert man nichts, die Welt wird zu keinem besseren Ort. Das Gegenteil tritt ein, man macht das Zeichen viel stärker, als es tatsächlich ist. Will man das mißbräuchlich verwendete Emblem einer radikalen politischen Richtung zerstören, muß es frei benutzbar sein, es muß aufgeklärt werden, was es seit tausenden von Jahren wirklich ist. Symbole haben nur die Macht, die wir ihnen geben. Ein Bild zu verbieten und als »böse« zu brandmarken gibt nur denen mehr Macht, die es für ihre negativen Zwecke benutzen wollen.
Radikale Ansichten wird es immer geben. Eine wirklich demokratische Gesellschaft kann mit ihnen leben. Radikale bekommen nur Macht, wenn man ihnen Mund und Meinung verbietet. Solange Information zugänglich ist, solange kann man sich damit auseinandersetzen und den Unsinn radikaler Ansichten leicht widerlegen. Ist sie verboten, kann man auf den Gedanken kommen, Radikale gibt es nicht, hätte es nie gegeben, und bestimmte Epochen der Geschichte hätten nie stattgefunden, was ironischerweise aber auch wieder ein Denktabu ist. Statt Unterdrückung gibt es nur eine Lösung: Meinungsfreiheit, Ausdrucksfreiheit, Denkfreiheit.

Karikatur: Nichtlustig.de
Literaturhinweise
- Jennifer Rosenberg: »The History of the Swastika«, weiterer Text, About.com, Links vom 28.04.2004
- »Swastika Wahrheit und Legende vom«, Swastika-info.com, Link vom 28.04.2004
- Thomas Wilson (Kurator der Abteilung für prähistorische Anthropologie im US-Nationalmuseum): »Report of National Museum« (1894), Kapitel: »The Swastika, the Earliest Known Symbol and its Migrations; with Observations on the Migration of Certain Industries in Prehistoric Times«, Seiten 7571030.
- Barbara G. Walker: »The Woman's Encyclopaedia of Myths and Secrets« (1983) und »The Woman's Dictionary of Symbols and Sacred Objects« (1988), beide bei Harper & Row erschienen.
- Hershel Shanks: »Judaism in Stone«, Steimatzky's Agency Limited, Tel Aviv 1979.
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[ www.sabon.org 01. dezember 2005]
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