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Die Verwendung der Swastika in alter Zeit

Das Vorkommen von Swastiken in prähistorischen Funden
(Karte nach Thomas Wilson, Kurator des US-Nationalmuseums, 1894)

Die große Buddha-Statue auf der Insel Lantau in Hongkong:
der Buddha trägt auf der Brust eine Swastika
In Indien werden seit etwa 3000 v. Chr. Swastiken verwendet, die sich im und gegen den Uhrzeigersinn drehen. Sie haben jeweils eine andere Bedeutung. Für Buddhisten, Hinduisten und Dschainisten ist die Swastika ein heiliges Symbol, vergleichbar mit dem Kreuz für die Christen oder dem Davidstern für die Juden. Im Dschainismus schildert die Swastika ihren siebenten Heiligen, und die vier Arme sollen den Anbetenden an die vier möglichen Orte der Wiedergeburt erinnern; an die Tier- oder Pflanzenwelt, an die Hölle, an die Erde oder an die Geisterwelt. Bei den Hindus heißt die Swastika mit den Armen nach links »Sathio« oder »Sauvastika«, welches die Nacht, Magie, Reinheit und die zerstörerische Göttin Kali symbolisiert. Nordamerikanische Buddhisten und Hindus verwenden statt der im Westen tabuisierten Swastika an ihren Tempeln das gleichfalls heilige Om-Symbol (linke Abbildung, im obersten Kreis).
Die Swastika als dschainistisches und hinduistisches Symbol (ganz links oben das OM)
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| Bei Ausgrabungen in Mawangdui (China) in den 1970er Jahren, fand man in der Nähe von Changsa im Grab Nr. 3 beschriebene Seidenbahnen aus der Han-Dynastie. Auf einer Seide waren 29 Kometen dargestellt, von denen hier die letzten 4 gezeigt sind. Wie man sehen kann, ist der Komet links außen als Swastika dargestellt. |
Eine antike chinesische Wu-Shu-Münze, im unteren Teil kann man deutlich die linksflügelige Swastika erkennen |
Gemäß den Hinweisen des Forschers Joe Hofler, der sich wiederum auf Dr. Kumbari vom Urumqi-Museum in Xinjiang (China) bezieht, reisten Indo-Arier um 2000 v. Chr. durch Europa und brachten das Swastika-Symbol (die Sonnenscheibe) ihrer damaligen religiösen Kunst mit sich, wie Ausgrabungen Kurganscher Gräber in den Steppen Rußlands und Indo-Arischer Gräber in Xinjiang ergaben.
Taucher bargen die zerbrechliche Porzellanfracht eines lange versunkenen chinesischen Handelsschiffes. Die Swastika, kunstvoll als Laubzierde in einen Teller gebrannt, war vor mehr als tausend Jahren der Schmuck eines erfolgreichen Exportartikels. (Fotos: Der Spiegel, 13/2004, S. 170)
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| Swastiken auf dem Craig-Narget-Stein aus Schottland |
Swastikas auf der Robe einer phönizischen Priesterin |
Westgotischer Grabstein aus dem 7. Jahrhundert n. Chr. |
Künstler aus Byzanz schufen um 12501280 in der romanischen St.-Johannes-Kapelle Pürgg unter anderem ein Swastika-Wandgemälde . Pürgg ist ein winziges Bergdorf in der Steiermark, Bezirk Liezen, Österreich; eine Burg- und Kirchsiedlung unweit der Mündung des Grimmingtals in das Ennstal. Die Kirche ist unter dem Namen »Johanneskapelle in Pürgg/Steiermark« bekannt. Aus der Beschreibung des Gotteshauses: »St.-Johannes-Kapelle mit kunsthistorisch besonders bedeutenden Fresken (um 116065, unter anderem Darstellung »Katzen-und-Mäuse-Krieg«); Pfarrkirche, eine gotisch umgebaute, ursprünglich romanische Pfeilerbasilika mit gotischem Freskenzyklus (um 1300), Statuen und Glasgemälden.«

Eine der Swastika-Fresken in der Johanneskapelle Pürgg (Foto vom 28.07.2003)
In Israel kann man die Swastika als Dekorationselement in alten Synagogen finden.
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| Ein Swastika-Mosaik aus einer früheren Synagoge (in Ein-Gedi) |
Eine Swastika auf dem Mosaikboden einer Synagoge (in Maoz-Haim) |
In Europa wurde die Swastika in den Katakomben Roms (siehe »Crux Dissimulata«) und als Stickerei auf christlicher Kleidung (8. und 9. Jahrhundert, anglikanische Kirche) gefunden. Sie war in germanischen Stämmen als das »Kreuz des Thor« bekannt. Unter diesem Namen wurde das Symbol von Einwanderern aus Skandinavien bis nach Lincolnshire und Yorkshire in England gebracht.
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| 11. Jahrhundert, Mosaik in der St.-Sophia-Kirche in Kiew, Ukraine |
Stein-Altar mit Swastika, Südfrankreich, Museum von Toulouse |
Von 19181933 existierte dieser esoterische Geheimbund führender NSDAP-Mitglieder |
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Das Dienstwappen der deutschen Wehrmacht von 19331945
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Die deutsche Reichsflagge von 19351945
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Das Hakenkreuz wurde 1945 von den Alliierten verboten, seine Verwendung später auch von der Bundesrepublik als verfassungsfeindlich unter Strafe gestellt (§ 86a, 86/I/4 StGB). Durch den Nationalsozialismus wurde die Swastika in der westlichen Welt zum Symbol für Rassenhaß und Faschismus. In Asien konnte sie ihre ursprüngliche Bedeutung jedoch bis heute behalten.


[ www.sabon.org 01. dezember 2005]
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