
Oshos (= Bhagwans) eigene und äußerst amüsante Meinung zu seinem exklusiven Fuhrpark kann man dem Presse-Interview von 1985 weiter unten auf dieser Seite entnehmen.

Osho 1986 mit seinen Sanyasin in Oregon. — Die Jünger jubeln, musizieren und lassen Blumen auf Oshos Rolls-Royce Silver Spur regnen, während der Meister lässig seine Hand zum Gruße erhebt und schelmisch aus der Kalesche lächelnd »vorbeirolls«.


(Foto: Blackhawk Collection)
1979er Rolls-Royce Silver Wraith, Seriennummer LRK38480, im Werk gefertigte Langversion. Diese geschmackvoll lackierte Limousine mit vergoldeter Kühlerfigur wurde für »Sektenguru« Bhagwan Shree Rajneesh (Osho) aufwendig gefertigt, dem seine »Jünger« fast 100 Wagen dieser Marke schenkten. Einige dieser Fahrzeuge wurden mit aufwendigen Personenschutz-Austattungen geliefert. Der obige Rolls-Royce ist wohl das umfangreichst ausgerüstete. Schwer gepanzert ist er ist schuß- und bombensicher. Alle elektrischen Systeme sind doppelt vorhanden. Außenlautsprecher, versiegelte Fenster und mehrfache Alarmsysteme ergänzen die exzentrische Wunschliste. Mit Öl- und Tränengas-Werfern sowie Waffenhaltern ist es ein James-Bond-würdiges Fahrzeug. Der Neupreis belief sich angeblich auf 1,6 Millionen US$. Dieser Rolls hat heute gerade mal 10 500 US-Meilen auf dem Tacho und steht für 165 000 US$ zum Verkauf.

(Foto: Dr. Andreas Schneider)
Eine Aufnahme des Wagens von 2002 auf der »Imperial Place«-Automobilausstellung in Las Vegas. Man beachte die aufwendige Lackierung dieses Osho-Rolls-Royce mit einem Muster aus Spitzen-Motiven.

![]() |
(Fotos: The Black Kimono Rolls-Royce) 1982er Rolls-Royce Silver Spur. Sonderanfertigung für den indischen Mystiker und Guru Bhagwan Shree Rajneesh (Osho). Der Wagen wurde von ihm persönlich gefahren. Die Lackierung ist ein Paintbrush-Kunstwerk und stellt die Legende des »Schwarzen Kimono« aus Japan dar, angefertigt nach einer Vorlage von Kimono-Mustern des Itchiku Kubota im Buch »Opulence«. Technische Details: der Wagen ist nur 6 500 US-Meilen gelaufen, Achtzylinder-Maschine mit Automatik-Getriebe, Interieur in beige, Klimaanlage, elektrische Ledersitze, Geschwindigkeitsregler, Zentralverriegelung, Fensterheber, Kassettenradio. Dieses Sammlerstück steht in Los Angeles zum Verkauf ab 100 000 US$. |
DER SPIEGEL Nr. 32/1985 – Interview:
Zwei Redakteure des Spiegel sprachen 1985 mit dem indischen Sektenführer Bhagwan. Bei dem Gespräch waren etwa zwei Dutzend Bhagwan-Anhänger anwesend.
Wie sollen wir Sie anreden?
BHAGWAN: Sie müssen mich Bhagwan, den Erleuchteten, nennen.
Können Sie uns sagen, wann die Erleuchtung über Sie gekommen ist?
BHAGWAN: Bhagwan hat keine Biographie. Es ist auch unwichtig, wann und wo ich geboren wurde. Alles, was zählt, ist das, was ich jetzt und hier bin. Es gibt Fragen, die mir tausendmal gestellt worden sind. Und tausendmal habe ich eine andere Antwort gegeben (Gelächter im Publikum).
Vielleicht ist das einer der Gründe dafür, daß Sie so umstritten sind: daß Sie auf ein und dieselbe Frage immer andere Antworten geben. Was tun Sie den ganzen Tag?
BHAGWAN: Nichts. Ich sitze in meinem Sessel und freue mich des Lebens.
Wie sind denn die Bücher da in dem Regal entstanden, die alle ihren Namen tragen, wenn Sie nichts tun? Haben Sie Ghostwriter?
BHAGWAN: Ich habe diese Bücher alle nicht gelesen. Es sind Niederschriften meiner Reden. Meine Sanyasin haben Bücher daraus gemacht.
Eines der Bücher trägt den Titel »Bibel«. Verstehen Sie sich als Religionsstifter?
BHAGWAN: Ich bin der Gründer der einzigen Religion überhaupt. Die anderen Religionen sind lauter Hokuspokus. Jesus, Mohammed, Buddha haben doch nur die Verführbarkeit der Leute ausgenutzt. Jesus hatte keine Ahnung von Religion. Er war ein psychiatrischer Fall, weil er annahm, daß er ein Sohn Gottes und Retter der ganzen Welt sei. Er hat nie meditiert, sondern immer nur gebetet. Beten basiert auf Glauben, und Glaube basiert auf Ignoranz.
Und Ihre Lehre?
BHAGWAN: Auf Erfahrung. Meine Leute brauchen nicht zu glauben. Ich erläutere ihnen meine Erfahrungen. Wenn sie diese richtig finden, sollen sie sie annehmen, wenn nicht, gibt es für sie keinen Grund, daran zu glauben.
Ihre Religion lehrt nur, das eigene Ego zu finden?
BHAGWAN: Nein, nicht das eigene Ego, sondern das eigene Sein. Das Ego ist die falsche Idee, welche die Gesellschaft Ihnen eingepflanzt hat. Man hat Ihnen gesagt, Sie sind ein Jude, Sie sind ein Kommunist, Sie sind Nazi. Man hat Ihnen Ihr heiliges Buch, Ihren Namen gegeben. Das alles macht Ihr Ego aus. Aber Ihr Wesen bekommen Sie nicht von der Gesellschaft, von der Kirche, von Ihrer Familie, durch Ihre Erziehung. Ihr Sein bringen Sie bei der Geburt mit.
Deshalb sind Sie bestrebt, das Ego Ihrer Jünger zu zerstören?
BHAGWAN: Richtig.
Das heißt, daß die zwanzig, dreißig Zuhörer hinter uns kein Ego mehr haben, weil Sie es zerstört haben?
BHAGWAN: Sehen Sie sich doch um.
Die sehen nicht so aus. Das heißt wohl, daß Sie es bei denen noch nicht geschafft haben, obwohl sie zu Ihrem engeren Kreis gehören. Merken Sie es eigentlich, wenn das Ego eines Sanyasin zerstört ist?
BHAGWAN: Gewiß. Meine Schüler befinden sich in verschiedenen Entwicklungsstadien. Bei vielen ist das Ego verschwunden. Andere stehen dicht davor. Bei einigen widersetzt sich das Ego.
Würden Sie uns zustimmen, wenn wir diese Methoden der Persönlichkeitszerstörung totalitär nennen?
BHAGWAN: Nein, ich befehle ja niemandem, mir zu folgen. Diese Leute sind alle freiwillig hierhergekommen. Es ist nicht meine Entscheidung, daß sie hier sind.
Wie bringen Sie die Leute dazu, ihren Besitz, ihre Familie, ihre ganze Persönlichkeit aufzugeben, nur um in Ihrer Nähe zu sein? Was kriegen die dafür?
BHAGWAN: Ich haben nie zu jemandem gesagt, du sollst deine Familie verlassen, deinen Job aufgeben. Ich bin nie für die Abkehr von der Welt. Aber wenn sie in meiner Gegenwart fühlen, daß sie Unsinn mit sich herumschleppen und diesen Unsinn aufgeben wollen, ist das natürlich ihre Sache.
Es ist bemerkenswert, daß Ihre Jünger fast alle aus der westlichen Zivilisation kommen. Aus Ihrer Heimat ist kaum einer dabei. Warum werden Inder nicht Sanyasin?
BHAGWAN: Indien ist ein totes Land. Es ist physisch und geistig tot.
Was passiert, wenn Bhagwan stirbt? Wer wird sein Nachfolger?
BHAGWAN: Wen interessiert das schon?
Na, Ihre Jünger zum Beispiel. Wird es Wahlen geben (Gelächter im Publikum)? Oder wird er bestimmt?
BHAGWAN: Das ist ganz und gar deren Sache. Mir ist es so egal. Verantwortlichkeit macht den Menschen zum Sklaven.
Sie übernehmen keinerlei Verantwortung für Ihre Leute?
BHAGWAN: Absolut keine Verantwortung, denn jede Verantwortung schafft Sklaven.
In der »Rajneesh Times« wurden Sie neulich mit dem Satz zitiert: »Ich lehre Euch, Selbstmord zu begehen, so daß Ihr für immer gehen könnt.« Heißt das, daß Selbstmord Bestandteil Ihrer Religion ist?
BHAGWAN: Ich sage nur, daß es nichts Schlimmes am Tod gibt, daß er so schön ist wie das Leben. Wenn einer gelebt hat, wenn er spürt, daß ihm das Leben nichts mehr zu bieten hat, und er wird gezwungen, sich weiterzuschleppen, weil Hippokrates, dieser alte Idiot, seinen Ärzteeid erfunden hat...
Werden Sie Selbstmord begehen, wenn die Bedingungen erfüllt sind?
BHAGWAN: Wenn ich das Gefühl habe, daß es für mich nichts mehr zu tun gibt, werde ich es tun. Ich bin mein eigener Herr.
Und Sie werden niemanden dahingehend beeinflussen, mit Ihnen in den Tod zu gehen?
BHAGWAN: Nein, ich ermutige nie irgend jemanden zu irgend etwas. Ich erkläre mich nur.
Sie behaupten ständig, Sie würden niemanden beeinflussen. Aber auf der anderen Seite schreiben Sie dicke Bücher darüber, was man tun und lassen soll. Können Sie denn nicht verstehen, daß Ihre Mitmenschen Ihnen gegenüber mißtrauisch sind, wenn zum Beispiel Teertha, einer Ihrer führenden Sanyasin, sagt: »Wenn Bhagwan es befiehlt, nehme ich sofort eine Pistole und erschieße mich.«
BHAGWAN: Er sagt das aus seiner Sicht. Ich jedenfalls sage niemandem auch nur, daß er ein Glas Wasser oder eine Tasse Tee trinken soll. Ich schärfe ihnen sogar immer ein, sich nicht von mir beeinflussen zu lassen.
Sie versuchen, das Gewissen Ihrer Leute zu zerstören.
BHAGWAN: Ja, das Gewissen, das die Gesellschaft aufgebaut hat. Nur so läßt sich das Bewußtsein befreien.
Aber ist es nicht auch das Gewissen, das den Menschen davon abhält, Übles zu tun?
BHAGWAN: Das Gewissen, das Sie meinen, ist für den Tod von Millionen Menschen verantwortlich. 5000 Kriege hat es in 3000 Jahren gegeben. Und nun bereiten sie den Dritten Weltkrieg vor. Das ist das Gewissen eurer Präsidenten, eurer Führer, Päpste und Priester. Ein Mensch mit Bewußtsein kann nichts Böses tun.
Ist Mutter Teresa eine Frau mit Gewissen in Ihrem Sinne?
BHAGWAN: Fällt Ihnen kein besseres Beispiel ein?
Nein, Sie haben Mutter Teresa kriminell und idiotisch genannt, ausgerechnet eine Frau, die ihr Leben der Aufgabe gewidmet hat, den Ärmsten der Armen zu helfen.
BHAGWAN: Die Leute, die das Elend bekämpfen, tragen dazu bei, das Elend zu konservieren. Sie beuten das Unglück anderer zu ihrer eigenen Verherrlichung aus. Natürlich läßt sich das Elend der Welt beseitigen, aber nicht mit Mutter Teresas Methoden. Sie will doch noch mehr Waisen und noch mehr Arme, nur um die Leute zum Katholizismus zu bekehren. Es ist die Politik der Katholiken.
Das heißt, daß Sie von Barmherzigkeit nichts halten.
BHAGWAN: Nein, absolut nichts. Ich halte nur von einem etwas: Wenn du ein volles, überströmendes Leben hast, alles was du willst, und es mit anderen teilen möchtest, dann teile, egal, mit wem.
Sie haben neulich gesagt, Sie würden Ihren Einfluß auf ganz Oregon und auf die Vereinigten Staaten ausweiten. Wollen Sie Amerika erobern?
BHAGWAN: Das habe ich nicht gesagt. Ich habe nur gesagt, daß ich liebend gern die ganze Welt übernehmen würde. Oregon ist mir viel zu klein.
Sie wurden lange von den indischen Behörden wegen Steuerhinterziehung verfolgt. Sind Sie mit denen inzwischen ins reine gekommen?
BHAGWAN: Ich habe keine Ahnung. Ich habe noch nie Steuern bezahlt. Ich habe ja auch kein Einkommen.
Kein Einkommen? Wovon leben Sie denn?
BHAGWAN: Ich bin seit 35 Jahren zu Gast bei Freunden. Das war in meinem ganzen Leben so. Erst war ich Gast in meiner Familie, dann Gast in anderen Familien.
Sie predigen keine materialistische Ideologie, sondern Bedürfnislosigkeit. Aber Sie selbst leben im Luxus mit wer weiß wievielen Rolls-Royce, einer diamantenbesetzten Armbanduhr...
BHAGWAN: Nein, Sie haben eine falsche Vorstellung. Ich bin ein ausgesprochener Materialist. Denn für mich sind Geist und Materie nicht zwei verschiedene Dinge. Die Existenz ist materialistisch und spirituell.
Aber Sie sind Materialist auf Kosten anderer. Und das ist Ausbeutung.
BHAGWAN: Nein, ich besitze absolut nichts. Ich habe noch keinen einzigen Rolls-Royce gekauft, wenn Sie darauf anspielen. Meine Leute kaufen sie für mich.
Aber Sie sind der einzige, der sie fährt.
BHAGWAN: Meine Sanyasin erlauben mir, sie täglich für eine Stunde zu benutzen. Wenn sie das nicht erlauben würden, würde ich sie nicht anfassen.
Und jeden Tag fragen Sie die Sanyasin: Darf ich, bitteschön?
BHAGWAN: Jeden Tag fahre ich eine Stunde aus. Und meine Leute erlauben es mir. Ich bin ja nicht gegen Reichtum und Luxus.
Wieviele Firmen hat Ihr Konzern weltweit?
BHAGWAN: Ich weiß es nicht, und ich will es auch nicht wissen.
Wieviele Rolls-Royce haben Sie jetzt?
BHAGWAN: Ich habe keinen. Meine Leute haben neunzig.
Das ist aber unwirtschaftlich, neunzig Autos, das Stück für über 100 000 Dollar, in der Garage zu haben und sie nur alle Vierteljahr einmal zu benutzen.
BHAGWAN: Wir scheren uns nicht um Wirtschaftlichkeit, Wirtschaft und Zukunft. Meine Leute werden eines Tages 365 Rolls-Royce haben, einen für jeden Tag.
Fänden Sie es nicht sinnvoller und gerechter, Ihre Leute stärker von den Früchten ihrer eigenen Arbeit profitieren zu lassen?
BHAGWAN: Das müssen meine Sanyasin selbst wissen. Meine Kommune hat ja selbst Hunderte von anderen Autos, Autobussen, sogar Flugzeuge. Sie haben alles, was sie brauchen. Sie benutzen die Rolls-Royce nicht, weil sie Respekt vor mir haben. Und ich fahre Rolls-Royce, weil nur Rolls-Royce-Sitze für mein Rückgrat gut sind.
Sie fahren Rolls-Royce nur wegen der Sitze?
BHAGWAN: Ja, es sind ja nicht mal die teuersten. Ich fahre dritter Klasse: Silver Spurs (Anm. d. Red.: Stückpreis ca. 300 000 DM ohne Extras).
Würde es nicht auch ein Mercedes tun?
BHAGWAN: Nein, einen Mercedes kann ich Leuten mit Rückenleiden nicht empfehlen. Aber sonst liebe ich die Deutschen. Ich habe viele deutsche Sanyasin. Sie sind die klügsten, zuverlässigsten und verantwortungsbewußtesten in der ganzen Gemeinschaft.
Und sie bringen Ihnen das meiste Geld.
BHAGWAN: Gewiß.
Sie sagen, Sie hätten schon mehrmals gelebt. Welches Ihrer Leben hat Ihnen am besten gefallen?
BHAGWAN: Das beste ist dieser Augenblick. Ich erinnere mich an viele Leben, an manche Vorfälle.
Erzählen Sie doch mal.
BHAGWAN: Es ist bedeutungslos.
Wir sind neugierig.
BHAGWAN: Aber ich bin nicht neugierig. Das sind doch nur Stories für Sie. Was macht das für einen Sinn?
Für Sie macht nichts Sinn. Das ist der Inhalt Ihrer ganzen Religion. Und so machen Sie sich unangreifbar.
BHAGWAN: So ist es. Ich bin völlig unangreifbar. Ich werde jeden angreifen, und niemand wird mich angreifen. Das ist einfach wahr.
(Gefunden auf: http://www.wahle.de/sekten/osho/spiegel.htm)

Im Dezember 1979 brachte Osho zum ersten Mal ein Rolls-Royce zu seinen Vorträgen in die Buddha Hall. Wegen der immer wiederkehrenden Diskussionen um die Rolls-Royce-Geschichten folgen hier einige von Oshos humorvollen Antworten zu diesem Thema.

OSHO WIRD GEFRAGT: »Warum ist es so toll zu Vorträgen in einem Rolls-Royce zu fahren?«
ER ANTWORTET: »Das ist eine lange Geschichte! Früher fuhr ich in einem Chevrolet Impala, und Leute wie Sie schrieben mir in Briefen: »Das ist ein Klempnerauto!«
Ich sagte Laxmi [Oshos Sekretärin zu jener Zeit]: »Ändere das!«, und sie besorgte mir einen Buick. Und die Leute schrieben wieder: »Das ist ein Zuhälterauto!«
Wieder sagte ich zu Laxmi: »Ändere das!«, und sie beschaffte mir günstig einen Lincoln Continental. Und die Leute schrieben: »Das ist gut, denn dies ist ein Präsidentenwagen!«
Aber ich antwortete: »Das ist schlimm! Schlimmer als in einem Klempner- oder Zuhälterwagen chauffiert zu werden!« Darum sagte ich Laxmi: »Für einen armen Menschen wie mich kann es nur ein Rolls-Royce sein!«
(Bitte widersprechen Sie mir nicht, denn um von Lao Tzu zur Buddha Hall zu gelangen, wäre ein Hubschrauber nicht passend. Bringen Sie mich nicht in Schwierigkeiten!)
In letzter Zeit habe ich an einer Krankheit gelitten, die nicht auskuriert ist. Es ist eine Allergie, die jederzeit ausbrechen kann. Staub kann sie hervorrufen, am schlimmsten ist Parfüm. Dann gibt es da noch Dinge, die ich nicht essen darf, etwa alles, was Säuren enthält. Dies muß ich vermeiden.
In der Kommune weiß jeder von meinen Leiden, darum benutzt keiner Parfüm, und niemand tritt nahe an mich heran, wenn er gerade geraucht hat. Keiner kommt mit Schweißgeruch zu mir, weil jeder Geruch ausreicht, um die Allergie auszulösen, die sich in Atemproblemen ausdrückt: mein Atem wird unnormal, das ist ziemlich schwierig.
Und dann beginnt der Husten, der zwei bis sechs Stunden anhalten kann. Das ist ein besonderes Problem in der Nacht, dann kann ich nicht schlafen. Die Krankheit ist dergestalt, daß ich nie sagen könnte, ich sei geheilt. Und ich kann auch nicht sagen, ich wäre krank. Nur ab und zu, wenn etwas schiefläuft, dann bin ich einige Stunden krank. Ansonsten bin ich völlig in Ordnung.
Das zweite meiner gesundheitlichen Probleme ist mein Rücken. Ich kann auf keinem Stuhl sitzen. Er mag bequem sein, aber mein Rücken fängt an zu schmerzen. Deshalb kann ich auch nur einen Typ Auto benutzen. Ich habe alle möglichen ausprobiert, darunter die besten der Welt, aber nur der Sitz eines einzigen, des Modells Silver Spur von Rolls-Royce, paßt sich mir perfekt an. Dies ist nicht das teuerste Modell der Marke; die teuersten sind der Corniche und der Camargue. Erst auf dem dritten Platz folgt der Silver Spur. Ich probierte also den Corniche, aber sofort begannen meine Rückenprobleme. Erst mit dem Silver Spur haben sie sich gegeben.«
(Gefunden auf: http://www.sannyasnews.com/Articles/Rollsroyce.html)

Anfang der 1980er Jahre gründete Bhagwan mit vielen Schülern ein Dorf in Oregon, dort sammelte er auch seine Flotte von mehr als 90 Rolls-Royce-Automobilen.
»Ich war nur ein Tourist dort (Oregon, USA), doch ich verstörte ganz Amerika. Sie hatten genügend Geld; sie konnten mehr Rolls-Royce gekauft haben, wenn sie es wünschten. Aber sie hatten nicht den Schneid dazu. Sie verurteilten mich, sagten, daß ich ein Materialist sei. Und man wird überrascht sein; ein Bischof, der mich ununterbrochen als Materialisten verurteilte, schrieb mir in einem privaten Brief: »Es wäre sehr mildtätig von Ihnen, wenn sie meiner Kirche einen Rolls-Royce spenden würden. Es würde Ihnen keinen Unterschied machen, ob dreiundneunzig oder zweiundneunzig, aber für uns wäre es schon ein Unterschied.« Und jeden Sonntag verurteilte er mich. Seine Verurteilung war nicht wegen meines Materialismus; seine Verurteilung sollte seine Eifersucht verstecken. Die Politiker und Reichen konnten es für sich selbst hinbekommen haben – worüber sorgten sie sich? Aber die Sorge war, daß ein Tourist, der nicht einmal ein gültiges Visum besaß, alle Superreichen besiegt hat; das verletzt! Wenn sie intelligent genug wären, könnten sie verstanden haben, daß es einen Zweck hinter diesen Rolls-Royces geben muß. Es kann nicht die tägliche einstündige Fahrt sein. Dafür wäre ein Rolls-Royce genug gewesen. Alles, was ich in meinem Leben getan habe, hat einen Zweck. Es ist ein Weg, der etwas in Ihnen herausbringt, dessen Sie sich nicht bewußt sind.«
»Es ist ein Teil meines umfassenden Planes zur Änderung der Struktur des menschlichen Bewußtseins. Die Vergangenheit verehrte Armut, Asketentum, eine masochistische Haltung. Ein Mann wurde respektiert, wenn er auf alles verzichtete, das angenehm ist, alles, das bequem ist. Er wurde für seine Selbstfolter respektiert; je größer die Folter, desto größer der Respekt. Die ganze menschliche Vergangenheit ist masochistisch, und alle Religionen haben zu dieser Geisteskrankheit beigetragen. Meine Bemühungen sollen diese ganze Vergangenheit und ihren Einfluß ändern. Somit ist sie [die Rolls-Royce-Flotte] nur ein Werkzeug gewesen. Ich habe keine Wünsche nach materiellen Dingen in den Menschen hervorgerufen; sie sind dort, ohne daß sie jemand schafft. Ja, sie sind so tief unterdrückt worden, daß die Leute sogar vergessen hatten, daß sie sie haben. Ich stelle sie nicht her; ich möchte sie einfach aufdecken, die Unterdrückung entfernen, und die Person feststellen lassen, daß sie einen Rolls-Royce mehr als die Erleuchtung wünscht. Diese Realisierung ist ein grundlegender Schritt in Richtung Erleuchtung, weil sie sie ihrer eigenen Wirklichkeit bewußt macht, ihrer Gier. Es gab keine Notwendigkeit für dreiundneunzig Rolls-Royces. Ich könnte nicht dreiundneunzig Rolls-Royces gleichzeitig benutzen – das gleiche Modell, das gleiche Auto. Aber ich wollte deutlich machen, daß Menschen bereit sein würden, alle Ihre Wünsche nach Wahrheit, nach Liebe, nach geistigem Wachstum fallenzulassen, für einen Rolls-Royce. Ich verursachte bewußt eine Situation, in der sich Menschen eifersüchtig fühlen würden. Die Arbeit eines Meisters ist sehr merkwürdig. Er muß Menschen helfen zu einem Verständnis ihrer inneren Struktur des Bewußtseins zu kommen: die voller Eifersucht ist.«

(Foto: Dr. Andreas Schneider)
»Die Leute fahren fort mich zu verurteilen. In dem Moment, wo ich merke, daß sie mich für eine bestimmte Sache verurteilen, werde ich dieselbe Sache in einem noch größeren Maßstab fortführen. Ich hatte nur einen Rolls-Royce. Sie fingen an mich zu verurteilen, also erklärte ich meiner Sekretärin, »Bestelle einen zweiten.« In Indien war es sehr schwierig, weil die Rolls-Royce, nachdem sie 1965 ein verbotenes Produkt wurden, nicht ins Land kommen durften. Ich war der einzige Mensch der es schaffte, zwei Rolls-Royce ins Land einzuführen. Als ich nach Amerika kam, sagte ich zu meiner Sekretärin, »Jetzt es gibt keine Beschränkungen mehr.« Ich hatte sieben und sie verurteilten mich – ein spiritueller Mensch, eine erleuchtete Person und hatte sieben Rolls-Royce, während andere Menschen verhungern? Jetzt habe ich neunzig. Jetzt verurteilen sie mich nicht. Sie wissen, daß, wenn sie fortfahren mich zu verurteilen, ich immer mehr fortfahre Rolls-Royce zu kaufen, bis sie befriedigt sind. Ich habe meine eigene Individualität. Ich benötige nicht jedermanns Respekt, weil ich selbst erfüllt bin, da ist kein Raum für etwas anderes. Und es war eine enorme Erfahrung so berüchtigt und doch von Millionen Menschen so geliebt zu sein. Das gibt große Hoffnung, daß selbst ein gewöhnlicher Mann geliebt werden kann; man braucht nicht außergewöhnlich zu sein, um geliebt zu werden.«
»Es gibt kein Christentum in der Welt; es gibt nur ein Kreuzestum. Das Kreuz machte einen großen Eindruck, erweckte Zuneigung für sich, gerade wie meine Rolls-Royce und meine Uhren in den Menschen Eifersucht wecken, oder meine Kleidung. Aber wenn ich an einem Kreuz hinge, dann würde der Geistliche an meinen Füßen zu Gott beten. Es ist merkwürdig aber wahr, daß Menschen dem Elend, der Armut, den Krankheiten und dem Tod zugeneigt sind. Haben sie jemals darüber nachgedacht, was das bedeutet? Sind sie niemals jemandem zugeneigt der selig ist, glücklich, voller Freude, tanzend, singend, vollkommen sorglos und ohne Anspannung? Fühlen sie keine Zuneigung für diese Person? Sind sie je zu diesem Mann gegangen und haben gesagt, »Ich fühle große Zuneigung zu Ihnen?« Sie würden dumm aussehen. Er benötigt ihre Zuneigung nicht. Sein Sein in einem seligen Zustand erzeugt Eifersucht in den Menschen, nicht Zuneigung. Die Kreuzigung von Jesus verursachte große Sympathie, und aus dieser Zuneigung heraus wurde das ganze Krebsgeschwür des Christentums geboren.«
Die Anzahl der von Osho besessenen Rolls-Royce variiert je nach Publikation. Er selbst spricht von 93 Rolls-Royce in Oregon, andere Berichte nennen Zahlen von 90, 92, 97 oder 100. 93 dürfte die korrekte Zahl der von Osho in den USA angesammelten Rolls-Royce sein. In seinem Ashram in Poona (Indien) hatte er aber nach seiner Oregon-Episode noch mindestens drei weitere Rolls-Royce zur Verfügung.

Frage: »Warum mögen Sie Ihre Rolls-Royce so sehr?«
Osho: »Ich habe alle Autotypen ausprobiert, und selbst Rolls-Royce hat viele Modelle, die ich alle probesaß. Ihr bestes ist der Corniche, aber er paßt nicht zu meinem Rücken. Ich benötige eine bestimmte Art Sitzgelegenheit, deshalb benutze ich nur den Sessel, den Sie hier sehen. Meine Sannyasins haben ihn für mich angefertigt, um meinen kranken Rücken zu unterstützen, denn alle Ärzte haben mir gesagt, daß sie für meinen Rücken nichts tun können.
Experten aus England wurden nach Indien gerufen. Sie versuchten mein Rückenproblem zu lösen, aber schließlich meinten sie, »Es ist unmöglich. Sie werden damit leben müssen!« Es war reiner Zufall, daß ein Rolls-Royce-Modell, nämlich der Silver Spur, für meinen Körper ideal ist. Der Fahrersitz in diesem Wagen paßt mir perfekt, meine Schmerzen verschwinden. [...]
Diese Autos gehören mir nicht, nichts gehört mir. Ich bin der ärmste Mensch der Welt und lebe das reichste Leben, das möglich ist. Meine Leute lieben mich. Sie wollen einfach etwas für mich tun. All diese Autos gehören der Kommune. Sie ermöglichen mir eine einstündige Fahrt jeden Tag. Ich weiß im voraus nicht, welchen Wagen sie mir bringen werden, aber sicher ist, daß ich nur in einem Silver Spur bequem sitzen kann. Und sie lieben mich so sehr, daß sie versuchen mir dreihundertfünfundsechzig Rolls-Royce zu beschaffen, einen für jeden Tag. Und ich sage: »Warum nicht? Eine großartige Idee!« [...]
Sie haben bislang neunzig Rolls-Royce angeschafft, und ich weiß, daß sie auch dreihundertfünfundsechzig organisieren können.«

Frage: »Die Leute interessieren sich sehr für Ihre Rolls-Royce. Was wollen Sie mit so vielen Autos und so viel Luxus um Sie herum beweisen?«
Osho: »Warum sind die Leute betroffen? Offenbar brauchen sie das, und deshalb kommen immer mehr Rolls-Royce. Bis sie aufhören mich zu fragen werden mehr und mehr Rolls-Royce hierher kommen. Man sollte es wie eine Herausforderung betrachten: An dem Tag, an dem mich keiner mehr nach den Rolls-Royce fragt, werden auch keine mehr ankommen.
Der Leute Interesse an den Rolls-Royce zeigt ihr Bewußtsein. Sie interessieren sich nicht für die Dinge, die hier in der Kommune passieren. Sie fragen nicht nach Meditation, sie fragen nicht nach Sannyas, sie fragen nicht nach dem Leben, der Liebe und dem Lachen hier in der Wüste. Sie fragen nur nach Rolls-Royce. Das bedeutet, daß ich bei ihnen einen wunden Punkt getroffen habe. Und ich werden fortfahren diesen Punkt zu drücken, bis sie aufhören zu fragen.
Ich bete nicht die Armut an. Das beweisen diese Rolls-Royce. Ich schätze Reichtum. Niemand vor mir hatte den Mut das zu sagen. Der Papst kann nicht sagen, daß er Reichtum schätzt, obwohl er der reichste Mensch auf Erden ist.
Ich bin kein Heuchler. Ich bin der ärmste Mensch auf Erden. Ich habe nicht einen Cent in der Tasche. Dennoch möchte ich diesen Leuten zeigen, was ihr Bewußtsein widerspiegelt. Wären keine Rolls-Royce hier, gäbe es für die ganze Welt vermutlich nichts zu fragen über mich, über uns, über Meditation, über die Einweihung zu Sannyas, über Liebe und über alles andere. Ich sammle diese Rolls-Royce nur für die Idioten, die ihre Augen nicht von den Rolls-Royce abwenden können. Und währenddessen fahre ich fort ihnen andere Dinge in ihr Bewußtsein zu gießen. Ohne diese Rolls-Royce hätten sie nie eine einzige Frage gestellt.
Diese Rolls-Royce tun ihr Werk. Jeder Idiot auf der ganzen Welt interessiert sich für sie. Und ich möchte sie interessiert halten — in alle Dinge in Rajneeshpuram [seiner Gemeinschaft in Oregon]. Dann werden wir es schaffen, sie für andere Sachen zu interessieren.
Sagen Sie also diesen Leuten, wenn sie fragen, »Diese Rolls-Royce sind für Euch Idioten, da Ihr Euch sonst nicht für meine Gedanken interessieren würdet.« Wenn sie einmal nicht mehr nach Rolls-Royce fragen werden, dann muß ich mir etwas anderes überlegen, vielleicht Raketen, die zum Mond fliegen können...«

(Foto: Osho entsteigt seinem Rolls-Royce Silver Wraith zu einem Diskurs)
»Ich erhielt einen Brief vom Bischof von Wasco County, der fünf Jahre lang meine Rolls-Royce verdammt hatte. In jeder Sonntagspredigt sprach er nie von Jesus Christus sondern von mir und meinen Rolls-Royce. Am Tag, als ich Oregon verließ, schrieb er mir einen Brief. »Jetzt, wo sie abreisen, wäre es es doch sehr freundlich von Ihnen, wenn sie meiner Kirche einen Rolls-Royce spenden würden.« Nun, das zeigt den wahren Menschen...
Ich antwortete ihm, »Wünschen Sie alle dreiundneunzig oder nur einen?«
Und sein Brief kam: »Wenn Sie alle dreiundneunzig geben könnten, wäre das eine wirklich gute Sache. Sie sind einfach großartig. Es tut mir sehr leid, daß ich Sie fünf Jahre verdammt habe. Sie sind ein Mensch, den man anbeten muß!«
Dies ist eine seltsame Welt, wenn man die Menschen begreift: Was immer sie sagen, zeigt mehr über sie selbst, als über die Person, über die sie sprechen.«

»Eines Tages zeigte mir Anando ein Buch, das von einem australischen Pärchen gegen mich veröffentlich worden war, die drei Jahre Sannyasins und in der Kommune gewesen waren. Schon beim Lesen ihrer Gedanken scheint es, daß sie mich niemals gesehen haben. Sie schreiben, daß sie hart arbeiteten, damit ich mir von ihrer Arbeit Lohn Rolls-Royce kaufen konnte. Man kann die Absurdität erkennen: ihre Arbeit brachte niemals Geld. Ihre Arbeit war der Bau ihres eigenen Hauses und der Straßen. Das erbrachte kein Geld, sondern benötigte sogar welches. Aber in ihrem Bewußtsein müssen sie die ganzen drei Jahre lang voller Groll gewesen sein.
Die Rolls-Royce wurden nicht auf Kosten der Kommune angeschafft, sie waren Geschenke von außerhalb, von der ganzen Welt. Und ich war nie der Besitzer, sondern gab sie alle der Kommune. Sie waren Eigentum der Kommune, und als ich Oregon verließ, nahm ich nicht einen einzigen mit. Ich ließ sie in der Kommune. Alles, was ich hatte, ließ ich in der Kommune. Ich besaß noch nie etwas. Aber irgendwie muß bei ihnen der Gedanke dagewesen sein, daß sie das Geld verdienten, was ich verschwendete. Das ist ihr Groll.
Wieviel Geld haben sie verdient? Tatsächlich brauchte man Geld, um Häuser und Straßen und einen Damm zu bauen. Allein der Damm benötigte für den Bau zweieinhalb Millionen Dollar. Sie trugen ihre Arbeitskraft bei, aber daraus entstand niemals Geld, von dem ich Rolls-Royce oder andere Sachen kaufen konnte. Ich habe vom Geld, das die Kommune verdiente, nie etwas gekauft, einfach deshalb, weil die Kommune nie Geld verdient hat. Die Kommune verbrauchte Geld.
Tatsache ist, daß all meine Honorare und die Einnahmen aus meinen Büchern komplett an die Kommune gingen. Die Situation ist genau gegenteilig: ich gab alles an die Kommune. Vierhundert Bücher in verschiedenen Sprachen brachten Millionen von Dollars an Honoraren, und diese Einnahmen gingen an die Kommune.
Hätte ich je Rolls-Royce kaufen wollen, hätte ich meine eigenen Rolls-Royce gekauft, soviele ich wollte, einfach aus meinen Tantiemen heraus.
Aber Groll und Ärger machen blind. Wir investierten zweihundert Millionen Dollar in die Kommune. Jene Sannyasins denken vielleicht, sie brachten zweihundert Millionen Dollar mit! Aber ohne mich und die Menschen, die mich um die Welt lieben, wären jene zweihundert Millionen Dollar niemals möglich gewesen.«
(Gefunden auf: http://www.oshoworld.com/biography/)

»Rajneeshs [Oshos] bevorzugter Rolls-Royce-Händler gab zu Protokoll, daß »der Baghwan« Stunden mit ihm am Telefon verbrachte, um mit ihm seine fast wöchentlichen Neukäufe von Automobilen zu besprechen. Sämtliche 90 Rolls-Royce wurden auf seinen direkten Wunsch aus der Kasse der Kommune bezahlt, sie waren keine »Geschenke« von außerhalb, wie er später versuchte zu behaupten. Rajneesh war die einzige Person, welche die Autos wollte, und er war die einzige Person, die sie fahren durfte. Nach dem Bankrott der Kommune behauptete er, daß nicht er sondern die Kommune sie besessen hätte.« — Osho, Bhagwan Rajneesh, and the Lost Truth

(Foto: Weißer Rolls-Royce Silver Wraith der letzten Bauserie mit schwarzem Everflex-Dach)
Von DANIEL J. WAKIN Associated Press Writer
NEWARK, N.J. (AP) — Als die seltsame Gemeinschaft des indischen Gurus Bhagwan Shree Rajneesh in Oregon vor zwei Jahren zusammenbrach, stand plötzlich die weltgrößte Flotte von Rolls-Royce zum Verkauf. Der auf dem Markt erschienene Prospekt von Bhagwans 90 Luxusautomobilen weckte bei manchen Neugier und bei anderen die Chance am Schnäppchenkauf eines Rolls-Royce.
Aber die Angestellten der US-Vertriebsabteilung des Herstellers, Rolls-Royce Motor Cars Inc. in Lyndhurst, waren mehr als nur ein wenig beunruhigt. »Das Ansehen ist für unsere Firma eine sehr wichtige Angelegenheit«, meinte Firmensprecher Reginald Abbiss.
Darum fuhren der Firmenchef Robert Schwartz und zwei wichtige Händler zur Rajneeshpuram genannten Kommune, um die Flotte zu inspizieren. »Wir waren besorgt und wollten uns versichern, daß die Rolls-Royce beim Verkauf auch wirklich kosmetisch und mechanisch authentische Rolls-Royce seien«, sagte Abbiss.
Firmenoffizielle und Händler waren auch darüber besorgt, was geschieht, wenn plötzlich so viele Wagen der Marke auf den Markt kämen, besonders in einer Region mit einer so geringen Rolls-Royce-Verkaufsrate. Alle diese Ängste scheinen aber unbegründet gewesen zu sein, denn die meisten von Baghwans Wagen wurden verkauft.
Interviews mit Rolls-Royce-Offiziellen und -Händlern berichten uns die Geschichte einer lukrativen und etwas seltsamen Kundenbeziehung.
Der Bhagwan kaufte seinen ersten Rolls-Royce Corniche 1980 und ließ ihn mit einer Panzerung versehen. Nach der Eröffnung der Kommune in Oregon meinten seine Anhänger, daß ihr Führer für jeden Tag des Jahres einen Rolls-Royce wünsche. Dementsprechend kauften sie jeden Monat zwei Wagen bei Händlern.
Die Kommune hatte sogar ihre eigene Werkstatt, die regelmäßig von einem Rolls-Royce-Mechaniker zur Problembehebung besucht wurde.
Rajneesh stieg jeden Tag in einen Rolls-Royce, um langsam die Straßen der Kommune entlanggefahren zu werden. An jeder Straßenseite standen singend und rufend Anhänger in roter Kleidung, die Blumen auf die Motorhaube warfen.
Auch die Rolls-Royce-Vertretung war glücklich.
»Jeder Käufer von 90 Wagen ist ein guter Kunde, selbst wenn das ein ziemlich bizarrer Ort war«, sagte Abbiss. Und über die Ein-Rolls-pro-Tag-Idee meinte er, »Wir hielten das für eine ausgezeichnete Marketingidee.«
Das Unternehmen Rolls-Royce stellte letztes Jahr [1986] nur 2500 Fahrzeuge her, von denen 1155 in den Vereinigten Staaten verkauft wurden, berichtete Abbiss. Die Mutterfirma der US-Niederlassung, Rolls Royce Motor Cars Ltd., meldete letztes Jahr einen Nettogewinn von 28 Millionen $ bei Verkäufen von 280 Millionen $.
Ein neuer Rolls-Royce kostet von 109 000 $ bis 173 000 $, und das Unternehmen verdiente allein an den Verkäufen an Bhagwan rund 1,4 Millionen $, wie Firmenquellen berichten.

(Foto: Osho fährt einen frühen Rolls-Royce Silver Spur mit den US-typischen eckigen Doppelscheinwerfern)
»Die Tatsache war, daß Rajneesh selbst Spaß daran hatte, jeden Tag einen brandneuen Rolls-Royce zu fahren«, sagte Anthony Thompson, Manager von Carriage House Motor Cars Ltd. in New York, dem größten amerikanischen Rolls-Royce-Händler.
Eine Anzahl der Fahrzeuge wurden allerdings mit »psychedelischen Farben« lackiert, welche die ästhetischen Werte von Rolls-Royce-Händlern und -Offiziellen ernsthaft beleidigten. »Einige von den Wagen waren so schrecklich anzusehen, daß sie bei den Managern in England sicher einen Herzstillstand auslösen würden«, meinte Abbiss.
Pfauengeschmückte, himmelblaue Bleche an einem Wagen und »an die Motorhaube geleimte Küchengardinen mit Spitze«, berichtet Bill Ferris, Besitzer einer Rolls-Royce-Vertretung in Dallas.
Die Gemälde waren sehr kunstfertig ausgeführt, aber »man man bemalt gewöhnlich keine Kraftfahrzeuge mit künstlerischen Arbeiten«, so Thompson.
Im November 1985 wurde der 54 Jahre alte und mit Juwelen behangene Bhagwan aufgrund von Einreiseverletzungen nach Indien abgeschoben und seine Kommune aufgelöst.
Schwartz untersuchte die gebrauchten Rolls-Royce bei seinem Besuch und machte ein Angebot zum Kauf von Bhagwans Flotte zu einem ungenannten Preis. Er wurde allerdings von Bob Roethlisberger, einem Autohändler aus Dallas, überboten, der 6 Millionen $ für die gesamte Kollektion bot und für besonders prächtig lackierte Einzelstücke Spitzenpreise zahlte.
Die Ankunft der Wagen in Texas sorgte für einen riesigen Presseansturm.
Wenn interessierte Kunden sich für den Kauf eines Rajneesh-Rolls-Royce interessierten, fragten sie die Telefonauskunft meistens nach einer Nummer unter »Rolls-Royce«, was die Anrufer zu Ferris brachte. Ferris nannte den Monat »den größten Dezember meines Lebens«. »Mein Fahrzeugbestand wurde leergekauft«, freute er sich.
Heute sind fast alle der Rajneesh-Autos verkauft. Laut Abbiss, einschließlich von 30 Fahrzeugen an einen unbekannten Käufer aus dem Nahen Osten. Die meisten wurden neu lackiert.
Alles in allem hatte die Affäre wenig Einfluß auf Rolls-Royce Motor Cars, wie Abbiss anmerkte. »Es war ein Piep in unserer 83jährigen Firmengeschichte.«
(Gefunden auf: http://www.skepticfiles.org/cultinfo/rolls.htm)

»Während der Aufnahmen zum Album Sergeant Pepper entschied sich John, den Wagen umzulackieren. Farben und Design waren von oberster Priorität. So beauftragte er eine Firma von Wohnwagen-Designern mit der Durchführung. Die Idee kam ihm, als er einen alten Zigeuner-Wohnwagen für den Garten kaufte.« — Cynthia Lennon, aus ihrem Buch »A Twist of Lennon«

Dieser Rolls-Royce Phantom V (Baujahr 1965) ist keiner von Oshos Rolls-Royce, sondern gehörte dem Sänger, Musiker, Komponisten und Beatles-Mitglied John Lennon. Die Originalfarbe des Wagens war schwarz (Valentines Black). Lennon ließ einige ungewöhnliche Sonderausstattung einbauen. Die Rücksitze wurden durch ein Doppelbett ersetzt, ein Soundsystem und ein Sony-Fernseher wurden installiert, ein Funktelefon und ein tragbarer Kühlschrank kamen später hinzu. Als er 1966 nach Spanien ging, um den Film »How I Won the War« zu drehen, ließ er den Rolls-Royce inklusive aller Chromteile und den riesigen Kühlergrill mattschwarz lackieren. Im April 1967 war Lennon der schwarzen Farbe überdrüssig und ließ den Wagen von J.P. Fallon Limited »psychedelisch« übermalen. Eine Gruppe Zigeunerkünstler aus Holland mit dem Namen »The Fool« wurde mit der Gestaltung beauftragt. Für den Preis von 2000 £ erhielt der Phantom eine sehr auffällige Bemalung aus Blumen und Ranken. Lennons umgestalteter Wagen zog einige Aufregung nach sich, als in der Londoner Innenstadt eine ältere Frau mit ihrem Regenschirm auf den Wagen einschlug und rief: »Sie Schwein, Sie Schwein! Wie können Sie so etwas einem Rolls-Royce antun?« Damals war Rolls-Royce noch ein stolzes Zeichen britischer Würde. Als Lennon in die USA auswanderte, nahm er den Wagen mit, wo er einige Male ausgestellt wurde und fünf Jahre nach Lennons Tod 1985 bei Sotheby's für 2 299 000 $ an Jim Pattison für »Ripley's Believe It Or Not«-Museum versteigert wurde. 1987 gelangte der Wagen nach Kanada, wurde mehrfach ausgestellt und kann heute frisch restauriert in einem Museum in Victoria (British Columbia) bewundert werden.

Osho-Webverweise:
Osho bei Wikipedia | Zeitschrift «Osho Times» | Deutscher Osho-Verlag
Bhagwan-Osho: Sex, Rolls-Royce und Waffen

[ www.sabon.org – 12. Februar 2008 ]