„Mein Lichtnahrungsprozeß“ … in neuem Licht

Du interessierst Dich für Lichtnahrung, Spiritualität, Lichtarbeit und Reiki? Du willst mehr erfahren über göttliche Energien und wie Du sie nutzen kannst? Dann bist Du hier richtig!


ICH HABE MICH zehn Jahre lang aktiv mit Lichtnahrung und esoterischer, fernöstlicher Spiritualität beschäftigt und erst spät gemerkt, daß diese Wege heimtückische und kaum durchschaubare Täuschungen, Lügen und Fallstricke des Teufels(*) sind, der alle Menschen davon abhalten möchte, den wahren und einzigen Weg zum ewigen Leben bei GOTT zu finden: Jesus Christus.

*) Der Satan (hebr. „Widersacher“) oder Teufel (griech. diabolos = „Verleumnder“) ist ein in Sünde gefallener Engelfürst. Jeder sündige Mensch steht unter der Herrschaft des Teufels und kann nur frei werden, wenn er sich bekehrt „von der Finsternis zum Licht und von der Herrschaft des Satans zu Gott“ (Apostelgesch. 26,18). An Jesus Gläubige sind aus der Herrschaft des Teufels herausgerettet und in Christus vor ihm geborgen (Kolosser 1,13).

Jesus Christus spricht: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Es führt kein Weg zum Vater als nur durch mich.“ (Johannes 14,6)

Dieses Täuschungsmanöver des Teufels ist deshalb so heimtückisch, weil spirituell interessierte Zeitgenossen in der Regel sehr liebe Menschen sind, die sich einer wunderbaren Sache gewidmet haben: Sie treten ein für „Licht und Liebe“ und für das Gute in der Welt. Fast alle spirituellen Leute, die ich persönlich kennengelernt habe, waren nette, liebenswerte und aktive Menschen, die den aufrichtigen Wunsch hatten, die Zustände auf unserem Planeten zum Positiven zu verändern. Allerdings folgten sie nicht GOTT, sondern einem falschen „Gott“, der ihnen vom Teufel in Gestalt von Gurus und esoterischen NewAge-Lehren vorgegaukelt wurde.

Denn der Satan selbst nimmt die Gestalt eines Engels des Lichts an; es ist daher nichts Großes, wenn auch seine Diener die Gestalt von Dienern der Gerechtigkeit annehmen. (2. Korinther 11,14–15)

Umso tragischer ist es also, daß diese friedliebenden und idealistischen Menschen in ihr eigenes Verderben laufen, wenn sie nicht umkehren und ihr Leben ganz dem wahren und einzigen Retter, unserem Herrn Jesus Christus anvertrauen, der im Meer der esoterischen Bücher und Schriften aus gutem Grund nirgendwo in seiner ganzen Herrlichkeit erwähnt wird. Im besten Falle finden wir ihn noch als „einen Meister unter vielen“, aber niemals als GOTTES Sohn.

Wer ist es, der die Welt überwindet, wenn nicht der, welcher glaubt, daß Jesus der Sohn GOTTES ist? (1. Johannes 5,5)

Denn ich meine nicht den falschen „Jesus“, den der Teufel den „Lichtarbeitern“ gerne präsentieren möchte. Ich meine nicht den „Lichtarbeiter Jesus“ oder gar einen „Außerirdischen, der als Jesus auf der Erde inkarnierte“, oder einen Fantasy-Jesus namens „Sananda, die weiterentwickelte Schwingung von Jesus“ und ähnliche. Jesus Christus ist kein „Lichtarbeiter“. Auch ist er kein „aufgestiegener Meister“ oder eine „Inkarnation eines Christusbewußtseins“ oder sonst etwas in dieser Richtung. Der Jesus der Bibel ist der Sohn GOTTES, er ist GOTT selbst.

Jesus aber rief und sprach: Wer an mich glaubt, der glaubt nicht an mich, sondern an den, der mich gesandt hat. Und wer mich sieht, der sieht den, der mich gesandt hat. (Johannes 12,44–45)

Du sagst, Du glaubst an GOTT, und er spielt sogar eine wichtige Rolle in Deiner spirituellen Arbeit? Das habe ich früher bei meiner Lichtnahrung und beim Reiki auch gedacht. Denn Lichtnahrung funktioniert tatsächlich, ebenso wie Reiki! Woher sonst als von GOTT konnten diese Energien denn kommen? Nur habe ich dann gemerkt, daß dies schon wieder eine der Heimtücken des Teufels ist, der einen anderen „Gott“ predigt als den GOTT der Bibel. Das, was ich früher als „Gott“ bezeichnete, hat so gut wie gar nichts mit dem wahren GOTT der Bibel zu tun, dem Schöpfer unserer Welt, dem Schöpfer allen Lebens.

Den Ungläubigen hat der ‚Gott dieser Welt‘ [Satan] den Sinn verblendet, damit sie den Lichtglanz des Evangeliums von der Herrlichkeit des Christus, der GOTTES Bild ist, nicht sehen. (2. Korinther 4,4)

Wer diese Website noch von früher kennt, erinnert sich sicher der vielen esoterischen Themen, die ich hier gesammelt hatte: „Mein Lichtnahrungsprozeß“ war von allen Seiten die populärste. Sie war 1998 die erste große deutschsprachige Website zum Thema „Lichtnahrung“ im Internet. In den zehn Jahren ihrer Aktivität (bis 2008) hatte sie zwei Millionen Besucher.

In späteren Zeiten werden manche vom Glauben abfallen; sie werden sich betrügerischen Geistern und den Lehren von Dämonen zuwenden, getäuscht von heuchlerischen Lügnern, deren Gewissen gebrandmarkt ist. (1. Timotheus 4,1–2)

Mein Anliegen mit diesem Text ist möglichst vielen von Euch lieben „Lichtarbeitern“, Spirituellen und Esoterikern zu sagen: Ihr sucht nicht nach einer neuen exotischen Technik zum „spirituellen Aufstieg“, sondern Eure Seele sehnt sich und sucht nach GOTT! Geht nicht diesen Umweg und Irrweg über die Esoterik. Sie ist ein Köder des Teufels, der Euch Euer ewiges Leben im Himmel rauben will!

Seid nüchtern und wachet! Euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen könne. (1. Petrus 5,8)

Ich weiß: Auch Ihr spürt, daß GOTT – trotz aller Evolutionstheorie und „Urknall“-Propaganda einer gottlos gewordenen Gesellschaft – tatsächlich existiert. Und das ist wahr! GOTT ruft alle Menschen, geht jedem Menschen nach. Es heißt in der Bibel, daß GOTT jedem Menschen mindestens drei deutliche Zeichen seiner Existenz in dessen Leben gibt. Aber selbst dann gibt GOTT noch niemanden auf! Er klopft immer wieder, sendet Botschafter, „zufällige“ Begebenheiten und Liebesbriefe von sich. Es gibt auch heute noch Bekehrungswunder! Ich bin Zeuge meiner eigenen Umkehr zu GOTT durch GOTT.

Siehe, dies alles tut GOTT zwei oder dreimal mit dem Menschen, daß er seine Seele vom Verderben herumhole und ihn erleuchte mit dem Lichte der Lebendigen. (Hiob 33,29–30)

Bei vielen Menschen bricht noch heute – durch GOTTES Gnade – völlig unerwartet der eigene Kokon auf, und ein Schmetterling wird geboren, der ins Licht fliegen will: Wart Ihr eben noch als ungläubige Menschen unseres dunklen Zeitalters die sichere Beute des Teufels, wollt Ihr nun plötzlich weg, hin zu GOTT. GOTT zieht Euch, GOTT ruft Euch. Ihr sucht nach Wahrheit und Gerechtigkeit, nach Liebe und Frieden: Das ist GOTT, und nirgendwo anders zu finden.

Jesus Christus spricht: Niemand kann zu mir kommen, es sei denn, daß ihn ziehe der Vater, der mich gesandt hat, und ich werde ihn auferwecken am letzten Tage. (Johannes 6,44)

Eigentlich wäre nun alles gut. Aber der Teufel erscheint Euch im selben Moment als Engel des Lichts, „der Euch zu Gott führen will“, und er zeigt Euch unglaubliche Wunder, die Staunen machen: der Beginn der Täuschung, die „Esoterik“ heißt. Er läßt Euch spirituelle Erfolgserlebnisse haben. Er legt Euch die Welt zu Füßen. Denn er will niemanden aufgeben und jeden zu sich hinab in die tiefste Finsternis ziehen. In Euch wächst der Stolz selbst ein „gottgleicher aufgestiegener Meister“ zu sein, weil Ihr könnt, was niemand sonst kann: Heilung schenken, mit „Engeln“ kommunizieren, in die Zukunft schauen. Ihr erwerbt Reiki-Grade oder besucht Seminare, bietet schließlich bald selbst Seminare an und redet auf esoterischen Kongressen...

Wiederum nimmt ihn der Teufel mit auf einen sehr hohen Berg und zeigt ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit und spricht zu ihm: Dieses alles will ich dir geben, wenn du niederfällst und mich anbetest. Da spricht Jesus zu ihm: Hebe dich weg von mir, Satan! Denn es steht geschrieben: „Du sollst den Herrn, deinen GOTT, anbeten und ihm allein dienen!“ (Matthäus 4,8–10)

Aber Ihr stellt auch bald fest, daß ihr innerlich unbefriedigt seid, daß Eure Seele leer ist, sich Euer Leben abgekapselt von der Welt abspielt. Die typische „Esoterikerkarriere“ setzt ein, daß man von Seminar zu Seminar springt, von einer esoterischer Praktik zur nächsten, immer auf der Suche nach dem neuesten spirituellen „Seelenkitt“, um die innere Leere zu füllen. Aber die Seele läßt sich nicht mit „Lichtarbeit“ füllen, das haben schon viele erkannt, und eines Tages auch ich. Denn das vermeintliche Licht, das die Esoterik verspricht, ist Finsternis und eine Täuschung des Teufels.

Die Fesseln des Todes umfingen mich und die Ängste des Totenreichs trafen mich; ich kam in Drangsal und Kummer. Da rief ich den Namen des HERRN an: „Ach, HERR, errette meine Seele!“ Der HERR ist gnädig und gerecht, ja, unser GOTT ist barmherzig. Der HERR behütet die Einfältigen; ich war ganz elend, aber er half mir. Kehre zurück, meine Seele, zu deiner Ruhe, denn der HERR hat dir wohlgetan! Denn du hast meine Seele vom Tod errettet, mein Auge von den Tränen, meinen Fuß vom Fall. Ich werde wandeln vor dem HERRN im Land der Lebendigen. (Psalm 116,3-9)

Wenn Ihr tief in der „Lichtarbeit“ feststeckt, empfehle ich Euch das Lesen der Bibel, und dort des Neuen Testaments. Ich selbst kam allein durch Bibellesen von der Esoterik los. In jeder Situation der Leere standhaftes Bibellesen, auch wenn es anfangs vielleicht langweilig erscheint. Probiert es aus! Johannes-Evangelium, Brief an die Römer, Matthäus-Evangelium. Einen ernsthaften Sucher läßt GOTT nicht allein: GOTT läßt sich finden!Wenn Ihr wirkliche Erfüllung wollt, findet Ihr diese nur in GOTT, und der einzige Weg zu GOTT ist sein Sohn Jesus Christus. Wenn Ihr mit sehnendem Herzen sucht, wird sich GOTT Euch offenbaren und Ihr werdet Euch erstaunt fragen, wie ihr nur die vielen Jahre ohne GOTT habt leben können und hoffnungslos verloren wart, obwohl Ihr glaubtet, mit der „Lichtarbeit“ nahe bei GOTT zu sein.

Dieses Gesetzbuch soll nicht von deinem Munde weichen, sondern forsche darin Tag und Nacht, auf daß du achtgebest, zu tun nach allem, was darin geschrieben steht; denn alsdann wird dir dein Weg gelingen, und dann wirst du weislich handeln! (Josua 1,8)

Mein Fazit aus vielen Jahren der Suche: In Lichtnahrung, Energiearbeit, Yoga oder andere Formen der Esoterik ist GOTT nicht zu finden. Dies sind die Wege des Teufels, des Fürsten dieser irdischen Welt. Das Geschenk des ewigen Lebens kann ein Mensch einzig von Jesus Christus erhalten. Es ist ein Gnadengeschenk, das sich kein Mensch aus eigener Anstrengung verdienen kann. Aber Jesus Christus schenkt es gern und für umsonst, wenn man mit einem offenen und reinen Herzen darum bittet.

Jesus Christus spricht: Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende. Ich will dem Durstigen geben aus dem Quell des Wassers des Lebens umsonst! (Offenbarung 21,6)

Jesus ist der einzige Weg der Rettung und des Heils. Wer nicht an Jesus Christus gläubig wird, wird nicht in den Himmel kommen. Ihn erwarten der Teufel und die Hölle. Natürlich, Teufel und Hölle werden in unserer „aufgeklärten“ Zeit von allen Seiten geleugnet, lächerlich gemacht und zu mittelalterlichen Schauermärchen erklärt. Selbst die von GOTTES Wort abgefallenen großen Kirchen glauben nicht mehr an Teufel, Dämonen und die Hölle, weil sie sich mit ihrer eigenen „Bibelkritik“ das Rettungsseil zum Himmel selbst abgeschnitten haben. Laßt Euch aber niemals durch Menschenworte verwirren! Jesus warnt klipp und klar vor Satan und dem ewigen Verlorengehen für alle, die dem Sohn GOTTES nicht nachfolgen.

Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöhte, so muß des ‚Menschen Sohn‘ [Jesus Christus] erhöht werden, auf daß jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. (Johannes 3,14–15)

Für „Lichtarbeiter“ hat der Teufel an diese Stelle den Reinkarnationsglauben etabliert: „Wenn dieses Leben nicht gelingt, dann hat man noch weitere vor sich, in denen man alles besser machen kann.“ Ein verführerischer und tödlicher Irrtum, denn jeder Mensch hat nur ein einziges Leben, in dem er sich für Jesus Christus entscheiden muß, denn dann folgt das Gericht!

Und so gewiß den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht, so wird auch Christus, nachdem er sich einmal zum Opfer dargebracht hat, um die Sünden vieler auf sich zu nehmen, zum zweitenmal ohne Sünde denen erscheinen, die auf ihn warten, zum Heil. (Hebräer 9,27–28)

Erkennt: Die Bibel lehrt die Wahrheit, die Weisheit und den Weg GOTTES!Jesus warnt überdeutlich vor dem Teufel, man muß nur hören wollen. Deshalb folgt allein Jesus nach, und der Teufel kann Euch nichts mehr anhaben! Entscheidet Euch noch heute! Denn keiner kennt den Zeitpunkt, wann er diese Welt verlassen muß. Kniet nieder, ruft zu Jesus, bekennt ihm alle Eure Sünden (das sind alle Taten, die Euch von GOTT wegführen und seinen Geboten zuwiderhandeln), bittet ihn um Vergebung dieser Sünden, bittet Jesus in Euer Herz zu kommen, Euch zu einem neuen Menschen zu verwandeln, und beginnt ein neues Leben mit Eurem himmlischen HERRN.

Vielleicht gibt GOTT ihnen die Gelegenheit zur Umkehr und läßt sie zur Besinnung kommen, so daß sie die Wahrheit erkennen. Dann können sie sich aus der Schlinge befreien, in der sie der Teufel gefangen hatte, um sie für seine Absichten zu mißbrauchen. (2. Timotheus 2,25–26)

Ich wünsche mir persönlich sehr, daß noch viele weitere „Lichtarbeiter“ umkehren und erkennen, welch großer Lüge sie da aufgesessen sind. Denn es ist tragisch um jeden einzelnen Menschen, der verlorengeht. Geht den schmalen Weg hin zu GOTTES prachtvollem, ewigen Reich im Himmel und folgt nicht der Menge auf ihrem breiten Weg ins ewige Verderben der Hölle!

Gehet ein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit, und der Weg ist breit, der ins Verderben führt, und viele sind es, die da hineingehen. Aber die Pforte ist eng, und der Weg ist schmal, der zum Leben führt, und wenige sind es, die ihn finden! (Matthäus 7,13–14)

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern dieser Seite GOTTES Segen!
Meine Gebete begleiten Euch auf der Suche nach unserem Herrn Jesus Christus!

Verfaßt von R. K.

Zuletzt durchgesehen am 24. September 2014


Weiterlesen: Die Website „Lichtarbeit-Verführung“ von Eckart Haase, der auch durch GOTTES Sohn Jesus Christus aus der „Lichtarbeit“ gerettet wurde. Die Seiten „Aufklärungen im Licht der Bibel“ von Horst Koch betrachten viele esoterische „Heilswege“ mit GOTTES Maßstab.


Die Wahrheit von Jesus Christus wird alle Menschen freimachen, die ihn als ihren Erlöser erkennen und annehmen! — „Siehe, ich komme bald!“ (Offenbarung 22,7)



„Wer Gott sucht, wird ihn auch finden“

Zitiert aus dem Buch „Wunder und Wunderbares“ von Werner Gitt

GOTT HAT SICH in seinem Wort festgelegt, indem er verspricht: »Wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen« (Jer 29,13b–14a). Während einer Evangelisation 2004 in Asunción (Paraguay) kam am ersten Tag eine junge Frau, Alexandra, zur Aussprache. Auf meine Frage, ob sie gläubig sei, antwortete sie mit einem klaren »Ja!« Dann erklärte sie, wie sie sich bekehrt hat. Die Geschichte ist so ungewöhnlich und so zielgerichtet, daß ich sie hier in Absprache mit ihr erzählen möchte:

Sie kommt aus einem nichtchristlichen Elternhaus. Als sie 19 Jahre alt war, ließen sich die Eltern nach zermürbenden Jahren mit Streit und Problemen scheiden. Ihre Jugendzeit war voller Konflikte: Sie verkehrte in der Alkohol- und Drogenszene, hatte ständig wechselnde Partner und wußte nicht, was Moral oder Sünde oder geistliche Gesundheit ist. Mit 25 Jahren hat sie abgetrieben. Nach all den Wirren einer verkorksten Jugend kam sie zu folgender Erkenntnis:

»Mein Leben ist beschmutzt und macht keinerlei Sinn. Auf keinen Fall will ich so weitermachen. Wie kann es nur sein, daß das Leben einerseits so häßlich, sinnlos und kompliziert ist – und andererseits der menschliche Körper so genial konstruiert ist, so schön und perfekt, daß er sich vor Krankheiten schützen kann, Wunden von selbst wieder verheilen und Fleisch zusammenwachsen kann. Die Natur um uns herum funktioniert; was hält sie nur so gut zusammen? Nur der Mensch paßt da nicht hinein. Er stört das Bild. Und dann noch der Tod!? Welchen Sinn macht es, 65 Jahre zu schuften, niemals glücklich oder frei zu sein, endlose Probleme in der Familie, auf der Arbeit oder mit den Nachbarn zu haben, verlassen zu werden, zu streiten, älter zu werden, einsam zu sein und dann nach all den Mühen und Herzschmerzen zu sterben? Man nimmt nichts mit und muß alles zurücklassen. Man wird schnell vergessen. Welchen Sinn sollte das alles machen?«

Sie begann den Sinn des Lebens zuerst im Buddhismus zu suchen. Yoga gab ihr ein vorübergehendes körperliches Wohlbefinden. Sie wanderte von der Schweiz nach Paraguay aus, weil sie sich von der Natur angezogen fühlte. Hier lernte sie bald einen verheirateten Mann kennen, und das alte freizügige und lasterhafte Leben begann von vorne. Das führte schließlich dazu, daß sie eine Woche lang weder essen noch trinken konnte. Sie kam in ein Krankenhaus der Mennoniten. Dort bekam sie von einer Krankenschwester eine Bibel geschenkt. Danach lernte sie ein Ehepaar der Zeugen Jehovas kennen. Sie hoffte, daß diese ihr die Bibel erklären könnten. Doch beim »Bibelstudium« der Zeugen Jehovas ging es gar nicht so sehr um die Bibel, sondern mehr um ihre hausinternen Publikationen. Das ist es auch nicht, dachte sie. Die nächste Station ihrer Suche war die katholische Kirche. Sie besuchte einige Gottesdienste und hatte etliche Gespräche mit dem Pfarrer. Dieser gab offen zu, daß er die Bibel nur höchst selten lesen würde – ein Umstand, der sie verblüffte und stutzig machte. Sie meinte, das sei »wie ein Pilot, der keine Flugstunden hat«. Ihr fiel auf, daß die Leute in der katholischen Kirche sich nicht von ihr unterschieden; sie waren weder glücklicher noch freier als sie. Daraus schloß sie: »Die haben die Wahrheit auch nicht.«

Nun begann ihre eigentliche Suche, und zwar mit Hilfe des Internets. Sie begann damit, verschiedene Religionen miteinander zu vergleichen. Warum aber gab es so viele davon, wenn doch alle behaupteten, den einzigen Gott anzubeten? So begann sie mit einem systematischen Ausschlußverfahren. Den Buddhismus und die Zeugen Jehovas hatte sie schon von ihrer Liste gestrichen. Es folgten allerlei Kulte wie Satanismus, Magie und sexistische Sekten, die ihre Anhänger in den Tod schicken.

Mich beeindruckte, mit welch einer Systematik sie an die Suche heranging. Sie durchforstete alle möglichen Religionen, ob Gott dort zu finden sei. Nachdem auch noch Islam, Hinduismus, Konfuzianismus und diverse Naturreligionen durch ihr Raster gefallen waren, konzentrierte sie sich auf alle möglichen christlichen Richtungen. Den Katholizismus hatte sie schon ausgeschlossen, weil sie spürte, daß sie sich hier nicht auf der richtigen Spur befand. Bei der weiteren Internetsuche stieß sie auf mancherlei Sekten. Auch hier hatte sie bald erkannt, daß diese nur ihre jeweiligen Lieblingslehren pflegten, aber Gott dort nicht wirklich zu finden war. Ihr erging es offensichtlich so wie dem Kaufmann im Gleichnis (Mt 13,45–46), der von der kostbaren Perle wußte und alles daransetzte, bis er diese Perle gefunden hatte.

Alexandra gab nach so vielen mißlungenen Anläufen immer noch nicht auf, sondern suchte beharrlich weiter. So stieß sie schließlich auf das Credo von Luther:

»Hier fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Im zweiten Abschnitt, der von Jesus Christus, dem Sohn Gottes, handelt, habe ich begriffen, was dieser Jesus am Kreuz für ein gewaltiges Werk getan hatte. Hier war zum ersten Mal von dem Retter die Rede. Ich erkannte: Das ist derjenige, den ich suche. Ich brauche unbedingt Rettung in meiner Situation. Er war die Lösung all meiner Probleme und meines Elends. Hier war Befreiung möglich von all meinen falschen Taten und allem Unrecht, das ich getan hatte. Ich konnte noch einmal ein neues Leben beginnen!«

»Wie aber finde ich nun diesen Jesus?« Auch hier ging sie wieder sehr systematisch vor:

»Ich griff zum Telefonbuch und suchte mir möglichst ›neutrale‹ Kirchen (z. B. ›Kirche am Park‹) heraus, weil ich nicht schon wieder mit Katholizismus oder irgendeinem Gründernamen konfrontiert werden wollte. Drei davon kamen in die engere Wahl, und ich rief sie alle an. Schließlich wählte ich die Gemeinde aus, die ich als am bibeltreuesten empfand. Die ›Freien Brüder‹ erklärten mir die Grundlagen des Glaubens an Jesus Christus eingehend anhand der Bibel. 2001 ließ ich mich bei den ›Hermanos Libres de la iglesia del Parque‹ taufen. Meine lange Suche hat sich gelohnt. Jesus ist jetzt mein Retter und Herr!«

Erging es dem suchenden Kaufmann im Gleichnis Jesu nicht auch so wie Alexandra? Als er auf die kostbare Perle stieß und sie erwarb, hatte er damit das Himmelreich gefunden. Alexandra fand das Kostbarste, was wir in diesem Leben finden können, nämlich den Retter Jesus Christus. Sie war zum lebendigen Glauben gekommen.

(Aus: Werner Gitt, „Wunder und Wunderbares“
CLV 2005, ISBN 3-89397-658-2, S. 131–133;
man kann das Buch komplett als PDF
beim CLV-Verlag herunterladen)