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LimeWire » Aktuelle Version 4.16.6
Eine Tauschbörse für das Gnutella-Netzwerk
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12. Februar 2008 — Die neueste, kostenlose und offizielle Basis-Version von LimeWire ist die 4.16.6 für alle Betriebssysteme. Die mit einigen weiteren Funktionen wie »turboschnellem Download« ausgestattete Pro-Version kostet 21,95 US-$, die Extended-Pro-Version 34,95 US-$.
Für Mac OS X gibt es hier die 4.13.4-Pro-Version als Beta kostenlos, regelmäßig neu kompiliert aus dem frei verfügbaren Original-Quellcode. Seit Version 4.13.0 unterstützt LimeWire das BitTorrent-Protokoll!
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FrostWire
Aktuelle Version: 4.13.4
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Wichtiger Hinweis! Wer noch das kommerziell entwickelte LimeWire benutzt, sollte auf den OpenSource-Klon FrostWire umsteigen. Es ist dasselbe Programm auf derselben Code-Basis mit derselben Funktionalität, aber mit einem überlegenen Vorteil: FrostWire filtert die Gnutella-Ergebnisse nicht! Die LimeWire-Herstellerfirma hat sich dem Druck von Medienkonzernen und Software-Industrie beugen müssen und filtert diverse Suchbegriffe aus: »Tauschbörsen-Zensur: LimeWire filtert Software von Adobe«.
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Matthäus 14: [19] Und er hieß das Volk sich lagern auf das Gras und nahm die fünf Brote und die zwei Fische, sah auf zum Himmel und dankte und brach’s und gab die Brote den Jüngern, und die Jünger gaben sie dem Volk. [20] Und sie aßen alle und wurden satt und hoben auf, was übrigblieb von Brocken, zwölf Körbe voll. [21] Die aber gegessen hatten, waren bei fünftausend Mann, ohne Frauen und Kinder.
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Was ist LimeWire?
LimeWire ist ein Peer-to-Peer-Programm (P2P = Knoten-zu-Knoten bzw. Nutzer-zu-Nutzer) zum dezentralen Dateientausch über das Internet. Es gibt keine zentralen Server, keine Instanz kann LimeWire abschalten, die Benutzer sind alle Server und Nutzerprogramme zugleich. LimeWire läuft dank der universellen Programmiersprache Java auf jedem Betriebssystem. Direkt von der LimeWire-Downloadseite kann man fertige Versionen für Windows, Mac OS X, Mac OS Classic, Linux, Solaris, OS/2 und für alle anderen Rechner mit installierter Java-Laufzeitumgebung kostenlos herunterladen. Der komplette Quellcode von LimeWire ist ebenfalls problemlos auf der LimeWire.org verfügbar, wo auch jeder OpenSource-Interessierte an LimeWire mitentwickeln kann.
LimeWire ist selbsterklärend. Nach dem Start verbindet es sich automatisch mit breitbandigen Ultrapeer-Servern, die Suchinformationen verwalten und weiterleiten. Diese Ultrapeers sind normale LimeWire-Nutzer und keine abschaltbaren Zentralserver bei irgendeiner Firma. Suchergebnisse werden je nach Qualität mit Sternchen gekennzeichnet. Bei MP3s können die ID3-Tags ausgelesen werden. Programmiert in Java ist LimeWire schnell und zuverlässig. Gesucht werden kann nach verschiedenen Kategorien: Audio, Video, Bilder, Programme, Dateien und mehr.
Mit LimeWire kann man außerdem chatten und MP3s in Playlists verwalten und abspielen (Player nur in der Bezahlversion »Pro«). Für Statistikinteressierte ist eine sehr detaillierte Echtzeit-Überwachung des Gnutella-Traffics eingebaut. Seit Version 3.0 kann man die Bedienoberfläche graphisch mit verschiedenen Motiven (auch bekannt als Themes oder Skins) dem eigenen Geschmack anpassen. Das Programm kommt in unzähligen exotischen Sprachen, darunter auch Deutsch. LimeWire ist frei von Adware (eingebauten Werbeprogrammen, -bannern und -popups) und frei von Spyware (Schnüffelprogrammen, trojanischen Pferden, »Nach-Hause-Telefonier«-Software).
BitTorrent eingebaut: Seit der Version 4.13.0 unterstützt LimeWire auch das BitTorrent-Dateitausch-Netzwerk. Damit kann LimeWire die beiden derzeit wichtigsten File-Sharing-Netzwerke Gnutella und BitTorrent in einem Client bedienen.
LimeWire-Screenshots:
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LimeWire wird seit 2000 von der New Yorker Start-up-Firma Lime Wire LLC für das Gnutella-Netzwerk veröffentlicht und ist OpenSource unter der GPL-Lizenz. Das dezentrale Gnutella-Tauschsystem wiederum entstand bei der Firma Nullsoft als Gegenstück zu Napster mit seinen zentralen und abschaltbaren Datentausch-Datenbankservern. Als Nullsoft im März 2000 von AOL aufgekauft wurde, stoppte der neue Mutterkonzern das Projekt sofort, doch Gnutella-Mitentwickler Justin Frankel schleuste das Protokoll der Legende nach an Hacker weiter. Heute gibt es Gnutella-Clients für jedes Betriebssystem. Der populärste ist LimeWire.
FrostWire erschien 2006 auf der Bildfläche. Dieses Programm basiert auf dem freien Quellcode der Basisversion von LimeWire. Grund für diese Abspaltung sind Gerichtsverfahren der US-Musikindustrie gegen LimeWire. Es wird befürchtet, daß LimeWire, wie so viele andere Softwareprojekte für freies Datentauschen, verschwinden könnte. Mit dem Erscheinen von FrostWire ist das Überleben dieses weit verbreiteten Gnutella-Programms gesichert. Die Entwickler von FrostWire arbeiten übrigens eng mit LimeWire zusammen, der FrostWire-Code fließt mit ins LimeWire-Projekt ein.
Weitere Tauschbörsen
Im Sommer 2001 stellte die damals sehr populäre MP3-Musiktauschbörse Napster ihren Dienst ein. Drei Jahre später war Napster ein »Online Music Store«, der seine Songs in einem kopiergeschützten Napster-Dateiformat verkauft, die nur noch im speziellen Napster-Player abspielbar sind. Damit war Napster für Musikfans tot. Die Zeiten des ungehinderten MP3-Musiktauschs waren somit Geschichte. Urheberrechtsgeschützte Musik gibt’s heute bei Napster oder iTunes in proprietären Formaten mit Kopierschutz zu kaufen. Die Songs von iTunes sind allerdings leicht zu befreien, man brennt sie auf Audio-CD und rippt sie neu als MP3, wodurch sie ihren Kopierschutz verlieren, allerdings muß man Qualitätsverluste hinnehmen.
Aber die Zeiten ändern sich: Ab 2008 will Napster wieder kopierschutzfreie MP3 verkaufen. In Amerika startete Amazon bereits 2007 mit dem Verkauf freier MP3 der großen Plattenfirmen.
Seit Napster sind viele freie Tauschbörsen und P2P-Programme gekommen und wieder gegangen. Eine Reihe sind geblieben und konnten ihre Fangemeinde halten und vermehren. Einige beliebte und vielgenutzte wie auch obskure und seltsame Börsen, Clients und Protokolle seien hier versammelt. Ozeane von nie gehörter Musik, nie gesehenen Filmen und nie benutzten Daten warten auf ihre Erforschung durch neugierige Entdecker! Viel Spaß:
Acquisition (für MacOSX), applejuice, Ares, audioGnome, Azureus/Vuze (BitTorrent-Client), BearShare, Blubster, Carracho (für MacOSX), Deepnet Explorer, eetee, eMule, Filetopia, Freenet, Freshmeat (P2P-Projekte), Gnucleus, gtk-gnutella, iMesh, isoHunt (BitTorrent-Tracker), iSwipe (für MacOSX), KaZaA, KDX, K(azaa)-Hack, Kiwi Alpha, konspire[2b], LimeWire, Mininova (BitTorrent-Tracker), MLdonkey, Morpheus, Mutella, NapShare, OpenNap, Phex, Phosphor, Poisoned (für MacOSX), Qtella, Shareaza, Soulseek, The Pirate Bay (BitTorrent-Tracker), Transmission (BitTorrent-Client), xMule und µTorrent (BitTorrent-Client). (Alle Links wurden am 12. Februar 2008 geprüft und ergänzt.)
Mehr Lesestoff
Wichtiger Hinweis: Die meisten der hier verlinkten Seiten sind wahrscheinlich inhaltlich hoffnungslos veraltet. Bitte verlaßt Euch nicht auf diese Artikel. Die Welt von P2P und Tauschbörsen ist sehr schnellebig. Die neusten Informationen findet Ihr zuverlässig durch das täglichen Studium und mit der Suchfunktion des bekannten Heise-Newstickers.
[1] Till Kreutzer: Tauschbörsen wie Napster oder Gnutella verletzen nicht das Urheberrecht, Telepolis, 07.02.2001
[2] Till Kreutzer: Darf ich über die P2P-Netze tauschen?, Telepolis, 20.03.2001
[3] Oliver Ding: Datentausch-Dienste-Mini-FAQ, »Sockenseite«, 27.09.2001
[4] Ernst Hammann: Copyleft, »Die Japan Anime Sailor Moon Seite«, 09.01.2001
[5] Erik Möller: Schöner Tauschen (Teil 1 bis 4), Telepolis ab 30.06.2000:
[6] Janko Röttgers: Das Gnutella-Revival, Telepolis, 08.03.2002
[7] Janko Röttgers: Microsoft-Forscher: Gegen Tauschbörsen hilft kein DRM (Kopierschutz), Telepolis, 23.11.2002
[8] Janko Röttgers: Sieg für Grokster und Morpheus – US-Gericht erklärt dezentrale P2P-Software für legal, Telepolis, 26.04.2003
[9] Erik Möller: Verschwörung im Äther – Neue Peer-to-peer-Technologien, Telepolis, 20.06.2003
[10] Heise-Redaktion: US-Musikindustrie schreckt Tauschbörsen-Nutzer auf, Heise-Newsticker, 26.06.2003
[11] Alfred Krüger: »Es kann jeden treffen« – Die deutsche Musikindustrie will Piraten verklagen, Telepolis, 27.03.2004
[12] Florian Rötzer: Tauschbörsen haben keinen Einfluß auf CD-Verkäufe, Telepolis, 30.03.2004
[13] Alfred Krüger: Schlammschlacht um Musiktauschbörsen, Telepolis, 12.05.2004
[14] Heise-Redaktion: Telepolis-Bücher zum kostenlosen Herunterladen (Janko Röttgers, Mix, Burn & R.I.P. – Das Ende der Musikindustrie; Armin Medosch, Freie Netze – Geschichte, Politik und Kultur offener WLAN-Netze), Telepolis, 11.06.2004
[15] Wolf-Dieter Roth: Michael Moore: »Raubkopieren ist erlaubt, solange niemand daran verdient«, Telepolis, 05.07.2004
[16] Heise-Newsticker: Online-Tauschbörsen sind beliebter denn je, 12.07.2004
[17] Alfred Krüger: Das Filesharing-Zeitalter hat gerade erst begonnen, Telepolis, 26.06.2004
[18] Florian Rötzer: Tauschbörsennutzung weiterhin anwachsend, Telepolis, 27.10.2004
[19] Netzeitung.de: »Flatrate« für Online-Musik gefordert, 15.06.2004
[20] Alfred Krüger: Brisante Dokumente aus dem Tauschbörsennetz, Telepolis, 11.08.2004
[21] Freace-Redaktion: Die Angst vorm bösen Raubkopierer, Freace.de, 28.10.2004
[22] Alfred Krüger: Abschreckung nutzt sich ab – Die Klagewellen der Musikindustrie laufen ins Leere, Telepolis, 17.11.2004
[23] Heise-Newsticker: Provider muß Identität eines Musik-Kopierers nicht preisgeben, 25.01.2005
[24] Bettina Winsemann: Deutsche Tauschbörsennutzer gehen in die Offensive, Telepolis, 21.02.2005
[25] Chaos-Computer-Club: CCC fordert zum Boykott der Musikindustrie auf, 30.03.2004
[26] FUCKUP-Weblog: Wir haben hochgeladen! Gegen die Kriminalisierung von Tauschbörsen – pro Kulturflatrate, 12.02.2006
[27] Privatkopie.net: Rettet die Privatkopie! Die Bundesregierung will die Praxis der begrenzten Anzahl von digitalen Kopien für den privaten Gebrauch beenden, 05.05.2006
[28] Fairsharing.de: Die Kulturflatrate! Wir setzen uns für die Legalisierung von Filesharing bei gleichzeitiger Einführung einer Kulturflatrate ein, 05.05.2006
[29] c’t-Hintergrund: Hausbesuch bei den »Piratenjägern« der Musikindustrie, 14.03.2007
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Rechtshinweis: Aufgrund des internationalen Urheberrechts ist derzeit nur das Tauschen urheberrechtsfreier sowie Creative-Commons-lizenzierter Musik, Filme, PDF-Bücher und Software über Tauschbörsen legal. Der Chaos Computer Club kämpft dagegen an. Wenn Ihr etwas an der heutigen Situation ändern wollt – zum Beispiel durch die Einführung einer Kulturflatrate – kämpft mit!
[ www.sabon.org – 12. Februar 2008 ]
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