|
Fraktalformen
Recht häufig konnte man seit den 1990er Jahren Kornkreise in Form von Fraktalen sehen. Das sind mathematische Formeln, die man mittels Computer graphisch darstellen kann. Beschrieben wurden sie im Rahmen der Chaostheorie zuerst vom Mathematiker Benoît Mandelbrot. Besonders häufig sind Julia-Fraktale, die im Korn oft gewaltige Formen annehmen können. Es ist praktisch ausgeschlossen, daß so etwas über Nacht (also im Zeitraum, wo Kornkreise entstehen) von Menschen angelegt worden sein könnte. Das Fraktale erzeugende Bewußtsein muß mit dem menschlichen im Verbindung stehen, um unser menschliches Wissen verblüffenderweise als Kornkreise wiedergeben zu können.
Das bekannte Mandelbrot-Fraktal namens »Apfelmännchen«.
Links am Computer erzeugt, rechts als Kornkreis.

Eine gewaltige Julia-Fraktal-Formation von etwa 150 Metern Durchmesser.
Zwei weitere Fraktale aus der riesigen Auswahl der Fraktal-Kornkreise.
Heilige Orte
Das Vorkommen von Kornkreisen erstreckt sich besonders in England vornehmlich um bekannte Kraftorte der Kelten herum. An heiligen Plätzen wie den vielen Steinkreisen am bekanntesten ist Stonehenge und um die mysteriösen »Weißen Pferde«, die an den Hängen von Wiltshire zu sehen sind, bis hin zu mehr oder weniger erforschten Hügeln und Aufschüttungen aus längst vergangenen Zeiten. Überall da legen die unsichtbaren Besucher ihre Kunsterwerke im Getreide an. »Sie« haben offenbar ihre einstigen Gastgeber auf Erden nicht vergessen, wir »sie« schon, nicht zuletzt durch das Zeitalter des Materialismus und der Wissenschaften, das für Wunder keinen Platz hat. Hunderte Kreisforscher zelten in jedem Sommer an den bekannten keltischen »Landepunkten«, um die ersten zu sein, wenn neue Kreise auftauchen. Meist warten sie nicht umsonst, denn jedes Jahr tauchen die Formationen an gewissen Plätzen mit schöner Regelmäßigkeit auf.

Ein Fraktal-Kornkreis vor einem der weißen Pferde von Wiltshire (England) |

Im Vordergrund ein Julia-Fraktal, im Hintergrund Stonehenge |

Ein alter Kulthügel mitten in einem Getreidefeld, umkränzt von einem passenden Kornkreis |
|
Scharrbilder
Mit den weißen Pferden von Wiltshire als mystische Kultsymbole kann man wohl am besten noch die gigantischen Scharrbilder von Nazca in der peruanischen Wüste vergleichen. Wer sie warum angelegt hat, ist bis heute ein vollkommenes Rätsel. Erst 1930 wurden die in die Wüste gegrabenen Bilder entdeckt, als man erstmals mit Flugzeugen über diesen Teil der Welt flog. Es gibt etwa 70 Darstellungen von Tieren und Pflanzen, darunter einen Affen, einen Kolibri, eine Ameise und einen 300 Meter langen Pelikan. Besonders witzig ist ein behelmter Astronaut. Außerdem gibt es noch 900 verschiedene geometrische Figuren, von denen man annimmt, daß sie astronomischen Zwecken dienten. Entstanden sein sollen sie vor etwa 2500 Jahren.
Scharrbild von enormen Ausmaßen in der australischen Simpson-Wüste südlich des Eyre-Sees. Hierbei handelt es sich um den sogenannten »Marree Man«, der 1988 von einem Landsat-Satelliten aus 700 km Höhe fotografiert wurde. Die Figur ist 4 km lang und die Dicke der Umrißlinie beträgt 32 Meter. Das vermeintlich »prähistorische Kunstwerk« soll aus Spaß von dort in der Nähe stationierten US-Pionieren mit einem Geländepflug im weichen Untergrund angelegt worden sein. Wenige Monate später hatten Regenfälle das Bild wieder ausgelöscht. |
Scharrbild namens »Ameise« (eigentlich eine Spinne, da acht Beine) in der peruanischen Wüste bei Nazca |
Fälschungen
Ein gefundenes Fressen für die Presse war die abenteuerliche Münchhausengeschichte der beiden Rentner Doug Bower und David Chorley (»Doug & Dave«), die sie Reportern der englischen Gazette »Today« erzählten. Angeblich waren sie für alle Kornkreise in England verantwortlich. Mit Stricken, Brettern und Drahtkonstruktionen zogen sie jeden Sommer los, um nächtens Kornkreise zu fabrizieren. Mittlerweile hat sich auch der größte Kornkreisskeptiker von Doug & Dave distanziert, die für ihre erfundene »Story« von Journalisten reichlich bezahlt worden waren. Aber auch heute finden sich jedes Jahr zahlreiche Studenten und Künstler auf englischen Kornfeldern ein, um phantasievolle Kunstformationen anzulegen, die aber selten so perfekt wie echte sind. Bekannt sind die Kornkreisschöpfer von Circlemakers.
Oben: Hübsch anzusehen, aber eine Fälschung der »Gruppe Satan«. Disharmonien, Unexaktheiten und menschliche Spuren kennzeichnen diesen Kreis.
Rechts: Ein künstlich angelegter Irrgarten, ein sogenanntes Labyrinth. Aus der Vogelperspektive einem Kornkreis sicher ähnlich. |
 |

Verdickte und deformierte Wuchsknoten bei Getreidehalmen echter Kornkreise,
genau an der Stelle, wo sie sich zur Seite legen.
Wie kann man echte von falschen Kornkreisen unterscheiden? Bei Fälschungen ist die Ackerkrume zertreten, man findet Löcher für Stangen und Werkzeug zum Plattdrücken des Getreides, Fußabdrücke überall, die Kornkreise sind unexakt oder »zu exakt«. Richtige Kreise haben eine deutlich erkennbare Spiralform der Wirbel, verschiedene miteinander verwobene und verflochtene Kornlagen, die Halme sind gebogen niemals gebrochen und sie wachsen weiter, die Kreisränder sind sauber geschnitten, die Ähren haben deformierte Samen und Ähren, die Halmknoten sind vergrößert und »aufgepufft«, Sensitive können Wünschelruteneffekte spüren, die Radioaktivität kann im Kreis anomal sein, mit einem Audiorekorder soll man am Boden einiger Kreise elektromagnetische Geräusche aufzeichnen können.
Botschaft aus dem All
Gewöhnlich tauchen Kornkreisformationen an alten heiligen Stätten der Kelten auf, wie an den Steinkreisen, an Kulthügeln oder an den weißen Pferden. 1999 und 2000 fand man jedoch auch Kornkreise nahe des Chilbolton-Radioteleskops in Wherwell, Hampshire (England). Und 2001 geschah genau dort eine Sensation. Es tauchten zwei phantastische Bilder im Korn auf. Das eine zeigte eine Art »Marsgesicht«, wie es aus der »alternativen Mars-Forschung« bekannt ist, und das zweite Bild war eine nahezu identische Wiedergabe des Signals, das am 16. November 1974 vom Arecibo-Radioteleskop auf Puerto Rico als Botschaft an Außerirdische ins All geschickt worden war. Gewisse Änderungen in der Arecibo-Botschaft deuten darauf hin, daß »die Außerirdischen« jetzt geantwortet haben. Kornkreis-Fachleute sind der Ansicht, daß die beiden sehr komplexen Darstellungen nicht gefälscht sind.
Das Kornpiktogramm vom Radioteleskop Chilbolton im Jahre 2000.

Die zwei aufsehenerregenden Kornkreise von 2001 am selben Ort.
Nahaufnahmen: links das humanoide Gesicht, das an das legendäre
»Marsgesicht« erinnert. Rechts eine Kopie des 1974er SETI-Signals von Arecibo.
Als Hinweis auf eine echte Antwort von »Außerirdischen« könnten folgende Veränderungen am Kornkreis-Piktogramm (2001) gelten, wenn man es mit dem Original von Arecibo (1974) vergleicht: Perfekt in die binäre Sequenz kodiert erscheint als ein weiteres vorherrschendes Element auf Erden die Atomnummer 14 = Silizium. Auffällig ist weiterhin auf der linken Seite ein zusätzlich eingefügter DNS-Strang. Weniger auffallend ist die Änderung der Nukleotiden. Diese signifikanten Abwandlungen betreffen das Äußere des Menschen und würden ihn »Alien«-ähnlich aussehen lassen. Eine weitere Änderung betrifft die Erdpopulation und die kodierte Größe des Menschen. Letztere ist nun binär 1000 oder 8. Das mit dem Kode der Wasserstoff-Wellenlänge multipliziert (in der man die originale Arecibo-Botschaft kodiert hatte) ergibt 8 x 12,6 = 100,8 cm, was die oft beschriebene Größe der »kleinen Grauen« genau trifft.
Die nächste Änderung ist die Tabelle des Sonnensystems. Im Arecibo-Original ist die Erde als einzig bewohnter Planet hervorgehoben. Jetzt ist es auch der vierte (Mars) und fünfte Planet (Jupiter). Der Fünfte wird sogar mit zusätzlichen Pixeln herausgestellt, was auf einen bewohnten Asteroidengürtel oder auf Raumschiffe im dortigen Umkreis deuten könnte. Ganz unten ist im Feld des originalen Arecibo-Teleskops der Kornkreis vom Jahr zuvor (2000) abgebildet und die Größe des Radioteleskops stimmt nicht mehr.

Der in die originale Funkbotschaft gemalte Mensch ist im Kornkreis durch ein humanoides Wesen mit großem Kopf und großen Augen ersetzt, das an den in der UFO-Literatur berühmten »kleinen grauen Außerirdischen« erinnert. Dazu paßt der geänderte Kode für die Körpergröße. Wenn man die manipulierte Erdpopulation dekodiert, kommt man auf 21,3 Milliarden. Bedeutet das nun die gegenwärtig reale Erdbevölkerung, »ihre« Heimatwelt-Bevölkerung oder die Bevölkerung aller intelligenten Wesen in unserem Sonnensystem zusammen? Glaubt man manchen Forschern, so leben Millionen ETs versteckt, nicht als Außerirdische erkennbar oder unsichtbar unter uns. Der zusätzliche DNS-Strang im Kornkreis und die geänderten Nukleotiden deuten auf eine andere Erbsubstanz bei »ihnen« hin als unsere ist. Möglicherweise eine Mutation der unsrigen.
Das SETI-Projekt, welches die Originalbotschaft 1974 abschickte, hält den Kornkreis in einer offiziellen Verlautbarung übrigens für Unsinn, weil »echte Außerirdische bessere Wege der Kommunikation fänden«. Die Antwort von »ET« ist jedenfalls bei weniger fehlgebildeten Menschen durchaus verstanden worden.

Kornkreis bei Crabwood Farm House nahe
Winchester, Hampshire (England), 13. August 2002
Im Sommer 2002 tauchte eine weitere spektakuläre Formation in einem Getreidefeld nicht weit vom oben erwähnten Radioteleskop auf. Es ist eine 75 x 110 m große Zeichnung eines »typischen Außerirdischen«. Der Grey hält eine in ASCII spiralförmig bitcodierte Scheibe in der Hand, auf der zu lesen ist:
- Beware the bearers of FALSE GIFTS & their BROKEN PROMISES. Much PAIN but still time. BELIEVE. There is GOOD out there. We oppose DECEPTION. Conduit CLOSING
Übersetzung:
- Hütet Euch vor den Überbringern der FALSCHEN GESCHENKE & ihren GEBROCHENEN VERSPRECHEN. Viel SCHMERZ, aber immer noch Zeit. GLAUBT. Es gibt GUTES da draußen. Wir stellen uns der IRREFÜHRUNG entgegen. Kanal WIRD GESCHLOSSEN
Riesenformation
Am 13. August 2001 fand man am Milk Hill nahe Alton Barnes, Wiltshire (England) einen wahrhaft gigantischen Kreis von 300 Metern Durchmesser. Wie schon so oft zeigt die Formation ein in jedem Detail perfektes Julia-Fraktal, also die graphische Darstellung einer mathematischen Formel, die das Unendliche bildlich zu vermitteln vermag. Wenn das zwei Rentner mit Bierkästen, Bindfaden und Brettern über Nacht angelegt haben, so sind sie eines Nobelpreises würdig.

Schöpfer der Kreise
Wer legt solche faszinierenden Bilder in Kornfeldern an? Ausschließen kann man Menschen. Fälschungen durch Witzbolde sind für erfahrene, ernsthafte Forscher recht leicht und schnell zu enttarnen. Einige bedenkenswerte Theorien betreffen das Bewußtsein der Erde, das sich über Kornkreise äußern könnte. Andere sprechen von morphogenetischen Energien, intelligenten Feldern, die mit dem Menschen in Kontakt treten möchten. Weitere meinen, daß Außerirdische in Raumschiffen oder von fremden Planeten aus oder mehrdimensionale und für uns unsichtbare Wesen um uns herum die Kornkreise als Mittel zur Kommunikation nutzen. Nur wir wären zu unentwickelt, die Botschaften zu lesen. Einige von uns sind es sicher nicht.
Symbole haben große Macht, von der wir noch nichts ahnen. So fallen regelmäßig Kameras neben Kornfeldern aus und Flugzeuge bekommen Elektronik- und Motorprobleme. In einer Dokumentation des Fernsehsenders »Discovery« legten Studenten der Universität Boston einen künstlichen Kornkreis in einem Feld an. Beim späteren Überflug zu Filmzwecken bekam der Antrieb des Hubschraubers Störungen und er stürzte trotz normalen Windverhältnissen, gut gewarteter Technik und einem erfahrenen Piloten beinahe ab.
Jeder Kornkreis ist so einzigartig wie eine Schneeflocke. Keine Schneeflocke gleicht der
anderen. Nur eine unvorstellbare Intelligenz mit einem Schuß Humor und
Weisheit vermag solch eine Kreativität zu entwickeln.
Literatur
[ www.sabon.org 01. dezember 2005]
|