Die Gattung Brasilicactus BACKEBERG 1942
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Brasilicactus elachisanthus (F.A.C. WEBER 1904) BACKEBERG 1942
elachisanthus = kleinblütig
Basionym:
- Echinocactus elachisanthus F. A. C. WEBER 1904
Synonyme:
- Brasilicactus elachisanthus (WEBER) BACKEBERG 1942
- Notocactus elachisanthus (WEBER) BERGER ex KRAINZ 1960
- Parodia elachisantha (WEBER) F. H. BRANDT 1982
- Parodia elachisantha HUNT 1992 (für CITES)
- Parodia haselbergii ssp. graessneri HUNT 1999 (für CITES)
Deutscher Name: Kleinblütiger Brasilikaktus
Erstbeschreibung: WEBER, Frédéric A. C. ex Roland-Gosselin, M. R. (1904): Echinocactus elachisanthus nov. sp., Bulletin du Musée de l'historie Nationale de Paris, 10: 387388
Beschreibung: Körper dunkelgrün, kugelig, später zylindrisch, mit schrägem, tief eingesenktem und von Dornen verdecktem Scheitel, im Blühalter zur Hauptlichtseite gerichtet. Bis 25 cm hoch und 12 cm breit. 45 oder mehr in Höcker aufgelöste Rippen. Weißbedornt, 1215 bis 1,2 cm lange Dornen pro Areole. Die kleinen hellgrünen Blüten sind 1,5 cm lang. Früchte grünlich, Samen dunkelbraun. Im Alter spärlich aus der unteren Körperhälfte sprossende Kindel. Extrem langsam wachsende Pflanze. Seltene und fast unbekannte Art.
Heimat: Angeblich Uruguay, auf sandigen Flächen an den Lagunen nordöstlich von Maldonado. BACKEBERG schreibt 1977 über die Art: »Von den drei Spezies scheint eine verschollen zu sein« und »Wahrscheinlich ausgerottet.« Nach HUGO SCHLOSSER und JOZKA NEDUCHAL, die in den 1980er Jahren das Areal penibel durchforsteten, gibt es die Art dort nicht. Wahrscheinlich irrte WEBER bei der Ortsbeschreibung, und B. elachisanthus lebt ebenfalls in Brasilien.
Kultur: Im Winter müssen die Pflanzen in ihrer Heimat erhebliche Niederschläge ertragen. In der Kultur sollte man diese Pflanzen daher öfters einsprühen, sie aber vor Staunässe schützen. Die Blütezeit der Brasilikakteen ist bei uns in den Herbst, ja teilweise sogar in den ausklingenden Winter verlagert. B. elachisanthus blüht nur sehr schwer, trägt meist nur wenige Blüten, ist dafür im Alter aber spärlich sprossend.
Die Frucht ist eine kleine Beere, die fast ein Jahr zum Reifen braucht, bevor sie dann längs einreißt.
Bemerkungen: In der Kultur muß man bei freier Aufstellung darauf achten, daß diese Pflanzen dort keine »Rote Spinne« bekommen, denn dagegen sind sie wenig widerstandsfähig. Brasilikakteen leben in ihrer Heimat in recht feuchten Gebieten mit viel Nebel, Tau und Regen. Spinnmilben bevorzugen trockene Luft und einen trockenen Lebensraum. Durch regelmäßiges Einnebeln der Pflanzen mit kalkfreiem Wasser an warmen Sommerabenden (z.B. mit Regenwasser), kann man einem Befall vorbeugen.
Foto des Brasilicactus elachisanthus in der Sammlung des Nationalen Botanischen Gartens Meise, Belgien. Aufgenommen im März 2003. Die Pflanze kam 1968 aus dem Botanischen Garten der Universität Würzburg, die sie wiederum vom Palmengarten Frankfurt/Main hatten. In den beiden deutschen Sammlungen ist sie ausgestorben. (Foto: Botanischer Garten Meise) |
[ www.sabon.org 26. april 2003 rotis ]
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